Internationales Radquer in Steinmaur: Endlich Thomas Frischknecht

Hattrick für Katrin Leumann

Bei strahlendem Sonnenschein hat Thomas Frischknecht (38) im vorletzten Rennen seiner langen Radquer-Karriere vor mehreren tausend Zuschauern auf der Egg in Steinmaur endlich auch das älteste Schweizer Radquer gewonnen. 21 Jahre nachdem er auf der Egg Junioren-Schweizer Meister geworden war und nach fünf zweiten Rängen (zwischen 1990 und 2005) bei der Elite gewann er auf dem vollkommenden trockenen Parcours mit Ziel vor dem Schützenhaus den langgezogenen Endspurt deutlich vor den beiden anderen Schweizern Lukas Flückiger und Jürg Graf. Damit beendete Frischknecht zugleich die seit 1992 (Beat Wabel) sieglosen 16-jährige Schweizer Zeit an diesem internationalen Rennen im Zürcher Unterland. Einen totalen Schweizer Triumph wie diesmal gab es im internationalen Rennen letztmals vor 26 Jahren (1982), als Albert Zweifel vor Peter Frischknecht und Fritz Saladin gewonnen hatte. Nebst dem Junioren-Meistertitel hatte Frischknecht in Steinmaur in den Jahren 1987 und 1988 zweimal in der Kategorie B gewonnen, aber eben noch nie bei der Elite. Das Elite-Siegertrio, von links Lukas Flückiger, Thomas Frischknecht und Jürg Graf (Foto copyright by August Widmer) Das Rennen begann mit einem Blitzstart von Lukas Flückiger, der erst am Ende der zweiten von zehn Runden von einem Quartett mit Frischknecht, Graf und den beiden Belgiern Davy Commeyne und Jan Soetens eingeholt wurde. Doch Flückiger griff erneut an und setzte sich nochmals ab, ohne aber die endgültige Entscheidung herbei führen zu können. Kurz vor Beginn der Schlussrunde, als die beiden Belgier zurückgefallen waren, stand fest, dass es zu einem total Schweizer Triumph kommen würde. Frischknecht sprengte in der Endphase das Eidgenossen-Trio nicht zuletzt, weil er extra fürs Finale stollenfreie Reifen montiert hatte, und siegte mit zehn Metern Vorsprung. Im Rennen der Kategorie B holte sich der zweifache Junioren-Meister Matthias Rupp den Sieg. Bereits mitte der ersten Runde setzte er sich von Lukas Müller ab, der zu Beginn das Tempo bestimmt hatte. Rupp siegte schliesslich 62 Sekunden vor dem besten Junior Müller und dem überraschenden Walliser Pierre Blanc. Nach Schmerikon war dies für Rupp der zweite Saisonsieg. Das Siegertrio der Kat. B., von links Lukas Müller, Matthias Rupp und Pierre Blanc (Foto copyright by Ernst Bretscher) Das Anfängerrennen wurde eine sichere Beute von Fabian Lienhard, dem Sohn des früheren Tour de Suisse-Etappensieger Erwin Lienhard. Lienhard setzte sich in der vorletzten Runde von Valentin Berset ab und siegte mit 32 Sekunden Vorsprung und verhalf dem das Rennen zum 47. Mal austragenden und tadellos organisierenden Velo-Club Steinmaur zu einem grossen Triumph. Dritter wurde mit Thery Schir ein weiterer Westschweizer. Allzu gerne wäre Lienhard jubelnd über die Ziellinie gefahren, doch weil die Jury die Schlussrunde einläutete und der Speaker die Zielankunft ebenfalls völlig verpasste, war er unsicher, ob das Rennen nun beendet sei. Zur Sicherheit fuhr er im Gegensatz zu seinen klar zurückliegenden Verfolgern noch eine weitere Runde, wie sich später herausstellte, ein Runde zu viel. Immerhin konnte er sich dann auf dem Podest vor dem extrem stark applaudieren Heim-Publikum über diesen zweiten Saisonsieg freuen. Die drei besten Anfänger, von links Valentin Berset, Fabian Lienhard und Thery Schir (Foto copyright by Ernst Bretscher) Bei ihrem dritten Start in Steinmaur holte sich Katrin Leumann, auf diesem ihr sehr zusagenden Parcours, wo sie im Januar 2007 Schweizer Meisterin geworden war, den dritten Sieg und schaffte damit den seltenen Hattrick. Sie verwies Schweizermeisterin Jasmin Achermann um 23 Sekunden auf den ersten Ehrenplatz, während die Deutsche Wiebke Schiwy-Klüssendorf weitere 27 Sekunden zurück Dritte wurde. Pech hatte Denise Breu, die sich in aussichtsreicher Position bei einem Sturz ziemlich schwer verletzt, musste sie sich doch ihre stark blutende Oberlippe nähen lassen. Die drei schnellsten Frauen, von links Jasmin Achermann, Katrin Leumann und Wiebke Schiwy-Klüssendorf (Foto copyright by Ernst Bretscher) Die Schüler konnten nach der zu Beginn dieser Quersaison von Verbandsseite vorgenommenen radikalen nicht überall gut ankommenden Programm-Umstellung ihr Rennen direkt vor dem Hauptrennen austragen und somit vor grossem Publikum fahren. Hier triumphierte Dominic Grab vor Marcel Humm und Patrick Müller. Die drei besten Schüler, von links Marcel Humm, Dominic Grab und Patrick Müller (Foto copyright by Ernst Bretscher) Das stark besetzte Jekami-Rennen (37 Fahrer) wurde von früheren Elitefahrern dominiert. Es siegte mit deutlichem Vorsprung Willy Hofer (kürzlich WM-Mechaniker in Varese) vor René Wittweiler, Ruedi Studer und Markus Meier.

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Datum27.10.2008
QuelleKettenrad.ch / Ernst Bretscher
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=86

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