Unser Freund und Weggefährte Ernst Bretscher ist tot

Ein einzigartiges Renommee

„Am Dienstag, 15. März 2011, ist unser Freund und Weggefährte Ernst Bretscher im Spital von Bülach gestorben.“ Diese traurige Mitteilung versandte vor kurzem Charly Schlott via Mail. „Seine Verbundenheit mit dem Radsport war enorm, sein Engagement besonders für Athleten der unteren Kategorien war grandios“, schreibt Charly Schlott. Ernst Bretscher wurde am 3. Oktober 1938 geboren und erlag nun seinem Krebsleiden. Bereits im November 2008 musste er als Berichterstatter fürs Kettenrad seinen Lesern mitteilen, dass er für längere Zeit ausfallen werde. „Infolge schwerer Erkrankung und unmittelbar bevorstehender Operation ist es mir leider unmöglich, in den nächsten Monaten für www.kettenrad.ch und die angeschlossenen Newsseiten zu schreiben“, schrieb Ernst Bretscher. Zwischen der Geburt und dem Tod gab es für Ernst Bretscher eine grosse Leidenschaft: der Radsport. Charly Schlott erinnert sich, wie er mit Ernst im 1988/89 ein 400 Seiten starkes Buch namens Veloinfo herausgegeben hatte, das einen umfassenden Rückblick auf die Saison 1988 ermöglichte. „Die Zusammenarbeit mit ihm war hervorragend. Er war sehr präzis und konnte auf ein eigenes Archiv zurückgreifen, das schweizweit einmalig ist“, sagt Charly Schlott, der seinen Freund Ernst mit den Worten diskret und sehr kollegial beschreibt. Ernst Bretscher widmete einen Grossteil seiner Zeit dem Radsport. Es genügte, ihm ein Telefon zu geben („ich suech das mal füre“) oder ein Mail zu senden und innerhalb von 24 Stunden erhielt man auf eine Frage rund um den Radsport eine verlässliche Antwort von Ernst, der sozusagen ein Informationsbüro für Radsportfragen führte. Sein Renommee war einzigartig. Ungewiss ist die Zukunft des wertvollen Text- und Bildarchivs, das sich in der Wohnung von Ernst Bretscher in Oberhasli befindet. Ganz wenigen Personen erlaubte Ernst Bretscher kurz vor seinem Tode auf sein Archiv zurück zu greifen. Ernst Bretscher fuhr selber Rennen, bevor er zunehmend über diesen Sport für diverse Zeitungen schrieb (siehe ausführlicher Bericht im Zürcher Unterländer, 5. September 2009, http://www.zuonline.ch/storys/storys.cfm?vID=14085). Er sammelte beispielsweise auch seltene Trikots oder Rennkäppli aus Baumwolle. „Der Radsport verliert mit Ernst Bretscher einen sehr wertvollen Kenner der Szene“, sagt Charly Schlott. Eine Grandezza ist von uns gegangen. Bild oben: Ernst Bretscher (links im Bild) pflegte den konstruktiven Radsportjournalimus, der auf Fakten beruhte. (Bild: Sixdays in Zürich, 2007, Graziano Orsi)

Info

Datum18.3.2011
QuelleKettenrad.ch / Graziano Orsi
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=804

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