Crossquer Dielsdorf wurde zum Erfolg

Marcel Wildhaber gewinnt nach spannendem Finale

Unter dem Titel „Crossquer“ wurde auf der Pferderennbahn von Dielsdorf am Sonntag erstmals ein Rad-Querfeldein ausgetragen. Nach einem packenden Spurt setzte sich Marcel Wildhaber (Eschenbach) vor Schweizermeister Lukas Flückiger (Leimiswil BE) und Pirmin Lang (Aarburg) durch. Das Trio Wildhaber, Lang und Flückiger setzte sich mit dem Start von der Konkurrenz ab. Allerdings schien das Trio nicht unschlagbar. Kurz nach dem ersten Renndrittel schaffte nämlich René Lang (Pfaffnau), der U-23-Schweizermeister von 2008, den Anschluss ans Spitzentrio. Allerdings vermochte René Lang das Tempo der drei andern Spitzenfahrer nicht allzu lange mitzuhalten. Er musste die drei übrigen Spitzenfahrer nach Rennhälfte wieder ziehen lassen. Den vierten Rang verteidigte René Lang letztendlich jedoch erfolgreich. Mit der Wut im Bauche Während also schon früh klar war, dass René Lang die Überraschung nicht schaffen würde und nicht als Sieger in Frage kam, blieb der Ausgang des Rennens bis ganz am Schluss offen. Auf dem schnellen, technisch anspruchsvollen und zur Freude der zahlreich erschienen Zuschauer kurzen Strecke vermochte niemand vom Spitzentrio wegzukommen. Marcel Wildhaber schien in der letzten Runde, zu Beginn der selektiven, 200 Meter langen Laufpartie, als erster klein beigeben zu müssen. „Als ich mit Schwung in die Laufpartie musste, fiel mir die Kette raus. Da hatte ich auf Flückiger und Pirmin Lang natürlich sofort ein Loch“, schilderte Wildhaber diese vorentscheidende Phase. Vorentscheidend war sie deshalb, weil Wildhaber nun nicht etwa resignierte, sondern vielmehr mit einer Wut im Bauche zu einer Aufholjagd startete: „So wollte ich mich nicht geschlagen geben. Ich nahm mir vielmehr vor, bis am Ende der Laufpartie wieder bei Lang und Flückiger zu sein.“ Mit einem gewaltigen Effort schloss Wildhaber wieder zu seinen beiden Gegnern auf. Wildhaber pokerte richtig Marcel Wildhaber (Mitte) gewann vor Schweizermeister Lukas Flückiger (links) und Pirmin Lang (rechts) das Quer von Dielsdorf (Foto copyright by Neli Widmer) Flückiger und Lang schienen Wildhaber nicht mehr auf der Rechnung zu haben. Auf jeden Fall sah sich der Steinmaur-Sieger plötzlich in der guten dritten Position. Als es letztmals ins Gelände ging, flitzte Wildhaber aus der dritten Position an seinen beiden Gegnern vorbei. Auf den letzten Metern bis ins Ziel vermochte Wildhaber einen Vorsprung ins Ziel zu retten. Nachdem der 25jährige Wangener vor zwei Wochen bereits in Steinmaur gewonnen hatte, holte er sich nun auch beim zweiten Querfeldein dieser Saison im Zürcher Unterland den Sieg. Marcel Wildhaber verwies Schweizermeister Lukas Flückiger und Pirmin Lang auf die Ehrenplätze. Während Flückiger und Wildhaber mit dem Parcours keine Schwierigkeiten hatten, war der Rundkurs gar nicht nach dem Geschmack von Lang: „Mir als Strassenfahrer liegen Strecken mit langen Geraden besser als dieser kurvige und technisch anspruchsvolle Parcours. Ich hätte es lieber gehabt, wenn man zwischendurch richtig hätte in die Pedale treten können.“ Lienhard von Biker Stirnemann René Lang verlor auf das Siegertrio fast eine Minute. Hinter ihm kam Andras Moser noch vor Lukas und Michael Winterberg und dem ersten Romand Yves Corminboeuf ins Ziel. Während René Lang und Moser mit dem Siegertrio noch einigermassen in Tuchfühlung blieben, lagen die übrigen Fahrer am Ziel allerdings bereits zwei Minuten und mehr zurück. Fabian Lienhard führt hier im B-Rennen vor Matthias Stirnemann, dem Bike-Junioren-Meister von 2009, und dem Aargauer Dario Stäuble. Am Schluss lagen Lienhard und Stirnemann vorne. (Foto copyright by Neli Widmer) Auch im Spurt entschieden wurde die Prüfung der Kategorie B. Zur Freude des Unterländer Publikums setzte sich dabei der Junior Fabian Lienhard (Steinmaur) vor Matthias Stirnemann (Gränichen) im Endspurt durch. Während sich der Biker Stirnemann auch im Quer immer besser zurecht findet, behagte Lienhard die lange Laufpartie: „Da war ich der Stärkste und konnte durchziehen.“ Mit dem Resultat, dass bis auf Stirnemann ihn alle Gegner ziehen lassen mussten. Zu den Geschlagenen gehörte auch Lars Froster. Der Junioren-Europameister, der in Steinmaur noch klar gewonnen hatte, fand sich vor allem mit der langen Laufpartie nicht zurecht. Als neuer Europameister durfte Lars Forster dann doch noch aufs Siegerpodest, obwohl er noch hinter Dominic Zumstein mit dem vierten Rang zufrieden sein musste. Dario Stäuble, der Sieger von Frenkendorf, beklagte bereits in der ersten Runde einen Kettenriss. Als er nach diesem Missgeschick wieder aufholte, stürzte er zudem beim Übergang von der Wiese in eine Teerstrasse. „Damit war die Motivation weg“, erklärte der Aargauer den enttäuschenden zwölften Rang. Achermann vor der Olympiasiegerin Trotz der Teilnahme von Bike-Olympiasiegerin Sabine Spitz hatte Schweizermeisterin Jasmin Achermann im Rennen der Frauen keine Motivationsprobleme. Sie setzte sich vielmehr ganz klar vor Spitz und Katrin Leumann durch. Das Rennen der Anfänger wurde von Dominic Grab vor seinem Vereinskameraden Roger Aeberli (beide Maur) und Benjamin Inauen (Appenzell) durch. Bei den Schülern kam wie vor zwei Wochen in Steinmaur der Einheimische Johan Jacobs vor Joel Grab (Maur) und Luca Langenegger (Appenzell) zum Sieg. Das Rennen der Je-Ka-Mi sah mit Markus Schaufelberger vor Daniel Nyffenegger und Marcel Locher gleich drei Fahrer des VC Steinmaur auf den ersten Plätzen. Die drei besten Elite-Fahrer umgeben vom grossen Harst des hoffnungsvollen Querfeldein-Nachwuchses (Foto copyright by Paul Fischer) In einer Einlage-Prüfung präsentierten sich bei dem von einer Interessengemeinschaft, hinter der sich zu einem grossen Teil die Quer-Familie Müller aus Steinmaur versteckt, organisierten Anlass auch die jüngsten Moto-Cross-Fahrer. Nicht zum Einsatz kamen die Military-Pferde: Für sie war der Boden zu tief, so dass auf diese Einlage-Prüfung verzichtet wurden. Die Militärradfahrer, bei denen Patrick Buschor vor Reto Hauser und Herbert Hörler obenaus schwang, sorgten gleichwohl dafür, dass in Dielsdorf noch ein Hauch von „Military“ aufkam. Nach der gelungen Premiere soll es auch inskünftig auf der Pferderennbahn Dielsdorf ein „Crossquer“ geben. „Der Anlass fand eine gute Aufnahme und dank dem schönen Herbstwetter hatten wir eine Superstimmung. Wir werden das Rennen deshalb sicherlich auch in der nächsten Saison durchführen“, zeigte sich Martin Müller vom Organisationskomitee für die Zukunft zuversichtlich. Bericht von August Widmer

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Datum15.11.2010
QuelleKettenrad.ch/E. B.
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=752

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