Aussenseitersieg bei erfolgreich verlaufenen Gippinger Radsporttagen

Belgier Vandewalle gewinnt „Grossen Preis des Kantons Aargau“ - Alle Gippinger Resultate

Im Spurt einer Sechsergruppe wurde der diesjährige „Grosse Preis des Kantons Aargau“ entschieden. Der 25jährige Kristof Vandewalle meisterte eine Sechserspitze im Spurt und sorgte damit erstmals seit 20 Jahren wieder für einen Belgier-Sieg. Vandewalle verwies nach einem spannenden Rennen den Italiener Emanuele Sella und den Deutschen Heinrich Haussler auf die Ehrenplätze. Als bester Schweizer kam der Baselbieter Hubert Schwab (Pratteln) auf den neunten Rang. Das Profi-Rennen vom Sonntag machte den Abschluss der nach einem neuen Konzept organisierten und gut verlaufenen Gippinger Radsporttage. Endspurt: Der Belgier Vandewalle gewinnt vor dem Italiener Sella und dem Deutschen Haussler. Bereits mit ziemlichem Rückstand der Vierte Roche. Auf dem neuen 12 km Rundkurs fackelten die 126 am Sonntagmittag bei sehr warmem Wetter gestarteten Profis nicht lange: Bereits in der ersten Runde gingen neun Fahrer in die Offensive und rissen aus dem Feld aus. Diese neun Fahrer waren während 120 km an der Spitze und trugen viel zu animierten Rennverlauf bei. Während Alessandro Ballan, der Weltmeister von 2008, in der Spitze mächtig aufs Tempo drückte, war zum Leidwesen der an den neuralgischen Punkten sehr zahlreichen Zuschauer vorne kein Schweizer dabei. Spannendes Finale mit belgischem Sieg Als der Vorsprung der Spitze auf über zwei Minuten anstieg, wurde im Feld reagiert. Das mit einer englischen Lizenz fahrende italienische Team „Carmioro“ organisierte die Verfolgung und spannte phasenweise gleich alle acht gestarteten Fahrer für die Nachführarbeit vors Feld. Dieses Tempoforcing trug dazu bei, dass die Spitze nach zwei Renndritteln wieder gestellt wurde. Ruhe gab es im Feld allerdings nicht lange. Vielmehr gingen sofort wieder 18 Fahrer in die Offensive und rissen aus dem Felde aus. Diesmal schien die richtige Mischung zusammen zu sein. Auf jeden Fall blieb die Reaktion der Gegner lau und die Spitze konnte sich sofort entscheidend absetzen. Die starken Teams AG2R, Cervelo und Milram waren vorne vertreten und es gab kein Nachjagen mehr. In den beiden Schlussrunden fiel die Spitze auseinander. Letztendlich waren es sechs Fahrer, die gemeinsam auf die Zielgerade kamen und um den Sieg spurteten. Eher unerwartet zog der 25jährige Kirstof Vandewalle aus dem kleinen belgischen Team „Topsport“ den Spurt durch und holte sich den Sieg. Er vermochte den stärker eingestuften Emanuele Sella und Heinrich Haussler das Nachsehen zu geben. „Ich war letztes Jahr schon in Gippingen und freue mich natürlich darüber, dass mir der Sieg gelang. Umso mehr, weil es mein erster Sieg als Profi ist“, meinte ein überglücklicher Vandewalle. Vandewalle ist nach ziemlich genau 20 Jahren der erste Belgier, der in Gippingen wieder gewinnen konnte. Letztmals hatte vor ihm 1991 mit Sammie Moreels ein Belgier gewonnen. Kein Zweikampf Schweiz gegen Deutschland wurde nichts Während Sella seinen Teamkollegen für die Nachführarbeit dankte und von einem gut organisierten Rennen sprach, war auch der Deutsche Heinrich Haussler mit dem Ausgang des Rennens zufrieden: „Der Beginn dieser Saison war für mich schwierig. Jetzt habe ich jedoch das Gefühl, dass ich dort bin, wo ich eigentlich zu diesem Zeitpunkt sein wollte. Der dritte Rang ist für mich ein Lichtblick: Ich fahre gerne in Gippingen, obwohl im Vergleich zum letzten Jahr die neue Strecke schwerer ist. Die Hitze hat das Rennen zusätzlich schwer gemacht.“ Haussler war bereits vor Jahresfrist in Gippingen Dritter geworden und hätte natürlich nur allzu gerne ein besseres Resultat erzielt. Aber dies lag im Moment für den Deutschen, der in Australien aufgewachsen ist und im Frühjahr mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, nicht drin. Die Sieger des 47. Grossen Preis des Kantons Aargau: Der Belgier Kristof Vandewalle (Mitte) gewann vor dem Italiener Emanuele Sella und dem Deutschen Heinrich Haussler. Darüber freute sich OK-Präsident René Huber. Aus dem erwarteten Zweikampf zwischen den Fahrern aus Deutschland und der Schweiz wurde nichts. Dies deshalb, weil die Schweizer den ganzen Tag in der Defensive waren. In der ersten Fluchtgruppe war kein Schweizer dabei, dafür jedoch drei Deutsche. In der entscheidenden Spitze fand der fürs österreichische Team „Vorarlberg“ fahrende Hubert Schwab als einziger Einheimischer Unterschlupf. Der Baselbieter rettete als Neunter für die Einheimischen wenigstens einen Top-Ten-Platz. Da mit dem irischen Meister Nicolas Roche ein Fahrer aus dem Team „AG2R“ vorne war, waren dem früheren Sieger Martin Elmiger in der Endphase die Hände gebunden und er konnte auch nicht in die Entscheidung eingreifen. Die Eidgenossen aus dem Team „BMC“ verpassten den entscheidenden Postabgang. Für die Fahrer aus den beiden Schweizer Continental-Teams „Price“ und „Atlas Personal“ war am Schluss die Gangart eine Nummer zu hoch. Diese Erfahrung mussten auch die Mitglieder der Schweizer Nationalmannschaft und die alle drei noch im U-23-Alter stehenden Lokalfahrer Silvan Dillier (Schneisingen), Ivan Boutellier und Lukas Rohner (beide Gansingen) machen. Sie schieden vorzeitig aus. Zufriedene Veranstalter Mit dem Profirennen von Sonntag-Nachmittag gingen die diesjährigen Gippinger Radsporttage zu Ende. Hauptthema waren weniger die neue Strecke und das neue Festgelände, welche sich beide bewährten. Hauptthema war vielmehr die sommerliche Hitze während der drei Tage. Soviel Sonnenschein an einem Stück war für das Jahr 2010 ja auch gerade zu etwas Neues. Der Zuschaueraufmarsch dürfte im Rahmen der Vorjahre gelegen haben. Die Fahrt durch die Gemeinden und Dörfer brachte die Radsportler zweifellos näher zu den Leuten und lockte so nicht nur die eingefleischten Radsportfans an den Strassenrand. „Wir sind mit dem Verlauf des Anlasses zufrieden. Zuschauermässig sind wir noch nicht dort, wo wir sein möchten. Aber ich denke, wir sind mit dem neuen Konzept und den gemachten Aenderungen auf dem richtigen Weg“, zog OK-Präsident René Huber eine erste zufriedenstellende Bilanz. Die Gippinger bekamen bereits am Sonntag viel Lob von Regierungsrat Roland Brogli, der auch bei der 47. Austragung des Grossen Preises des Kantons Aargau den Startschuss abgab: „Mit all den gemachten Neuerungen bringen die Gippinger viel neuen Wind in diese sympathische Gegend des Kantons Aargau. Den Gippingern gratuliere ich dazu, dass sie diesen Grossanlass seit bald 50 Jahren jedes Jahr auf die Beine stellen können.“ Bericht und Resultate von August Widmer, alle Fotos copyright by Neli Widmer Resultate der Gippinger Radsporttage 2010 47. Grosser Preis des Kantons Aargau Elite UCI: 1. Kristof Vandewalle (Be) 196 km in 4:46:29 (39,65 km/h), 2. Emanuele Sella (It), 3. Heinrich Haussler (De), 4. Nicolas Roche (Irl), 5. Marco Marcato (It), 6. Paolo Bailetti (Ita), alle gl. Zeit. 7. Matthias Russ (De), 8. Dominik Nerz (De), 9. Hubert Schwab (Sz), 10. Sergio Pardilla (It). Ferner die weiteren Schweizer: 18. Reto Hollenstein, 20. Simon Zahner, 21. Nicolas Schnyder, 23. Pirmin Lang, 24. Andreas Dietziker, 27. Roman Andres, 32. Marcel Aregger, 39. Daniel Henggeler, 40. Florian Stalder, 41. Elias Schmäh, 48. Martin Elmiger, 57. Laurent Beuret. Elite national, Amateure (Handicap): 1. Fabio Ursi (It), 121 km in 3:08:05, 2. Andreas Moser (Bützberg) gl. Zeit. 3. Christian Heule (Gippingen) 0:20 zurück, 4. Roger Devittori (Emmenbrücke) 1:29, 5. Daniel Henggeler (Aegeri) 2:11, 6. Bernhard Oberholzer (Hefenhofen), 7. Christian Schneeberger (Münsingen), 8. Patric Kottmann (Reigoldswil/1. Amateur), 9. Michael Hofstetter (Cham), 10. Roman Müller (Oberwil), 11. Mirco Saggiorato (Ehrendingen), 12. Janick Wisler (Kölliken), 13.Christian Andres (Bad Zurzach). Ferner die weiteren Aargauer: 19. Peter Erdin (Gansingen), 20. Lukas Kalt (Kleindöttingen), 29. Markus Jehle (Laufenburg), 34. Reto Streda (Muhen), 51. Dominik Fuchs (Unterlunkhofen). Militärradfahrer: 1. Josef Christen (Gippingen), 81 km in 2:25:22 2. Philipp Brack (Mellingen), gl. Zeit 3. Adrian Schläpfer (Winterthur) 2:37, 4. Luciano Biedermann (Schneisingen), 5. Ivo Schleuniger (Klingnau), 6. Peter Kohler (Döttingen), 7. Reto Hauser (Glattfelden), 8. René Roth (Winterthur), 9. Peter Kuhn (Oberuzwil), 10. Herbert Hörler (Weinfelden). Ferner: 15.Rolf Angst (Niederweningen/Lengnau), 17. Frederik Meier (Ehrendingen), 20. Hans Schmid (Aarau), 25. Beat Vögeli (Felsenau), 29. Ivo Meier (Kleindöttingen). Schüler: Jahrgänge 1996/97: 1. Patrick Müller (Wetzikon), 2. Cyrill Kunz (Bern),3. Elia Wenger (Zürich). Ferner: 18. Dominik Weber (Oberhofen), 20. Michael Schraner (Sulz), 23. Valentin Schraner (Sulz), 24. Janick Mundwiler (Sulz), 30. Valeriano Vaccalluzzo (Sulz), 32. Tanja Schmid (Sulz), 33. Fabian Businger (Gansingen). Jahrgänge 1998/99: 1. Reto Müller (Wetzikon), 2. Joab Schneiter (Ostermundigen), 3. Jonas Döring (Visp). Ferner: 6. Noel Güller (Schwaderloch), 7. Daria Hofer (Stilli), 11. Cyril Steinacher (Gippingen). Jahrgänge 2000/2001: 1. Tristan Reist (Rubigen), 2. Lukas Dennda (Visp), 3. Luca Jolidon (Biel). Piccolo-Rennen : 1. Dominik Weiss (Gipf-Oberfrick), 2. Fabian Weiss (Sulz), 3. Jan Christen (Gippingen), 4. Cyrill Weiss (Sulz), 5. Joel Burger (Sulz), 6. Francesco Caruso (Unterlunkhofen), 7. Kim Roth (Wil), 8. Fabio Christen (Gippingen), 9. Tobias Roth (Sulz). Ferner: 12. Sven Scherer (Felsenau), 15. Lisa Scherer (Felsenau), 17. Luca Huber (Gippingen), 19. Silas Stocker (Felsenau). Volksrennen: Distanz 96 km: Männer 1: 1. Christian Rutschmann (Winterthur). Ferner: 16. Patrick Tännler (Kleindöttingen). Männer 2: 1. Yves Covi (Wetzikon), 2. Patrick Käppeli (Brugg), 3. Kurt Kammermann (Bern). Männer 3: 1. Peter Büchler (Brugg), 2. Carlos Antunes (Winterthur), 3. Michel Hug (Biel). Ferner: 5. Peter Baumann (Schneisingen), 12. Karl Dillier (Schneisingen). Distanz 64 km: Männer 1: 1.Christian Rocha (Ehrendingen), 2. Dai Huber (Niederweningen), 3. Robert Bahr (De). Männer 2 : 1. Carlos Cuenca (Locarno), 2. Ralph Arngrip (Reitnau), 3. Stefan Peter (Wetzikon). Männer 3: 1. Rolf Kübele (De), 2. Daniel Di Paolo (Appenzell), 3. Heinz Widmer (Allschwil). Ferner: 5. Thomas Bischofberger (Böttstein), 13. David Rohner (Schneisingen). Männer 4: 1. Wolfang Gangl (Baden), 2. Kaspar Zwicky (Steinhausen), 3. Erich Meier (Frenkendorf). Ferner: 6. Peter Rohner (Ehrendingen), 17. Roger Thut (Rietheim). Promis: 1. Stefan Schenkel (Baden), 2. Berrnhard Wehrli (Würenlingen), 3. Peter Andres (Bad Zurzach), 4. Rainer Zürcher (Turgi), 5. Daniel Markwalder (Weinfelden), 6. Marco Canonica (Gippingen), 7. Peter Ender (Turgi), 8. Judith Meier (Schneisingen), 9. Ralph Schulz (Bad Zurzach), 10. Remo Bernasconi (Siggenthal), 11. Cyrill Kramer (Lengnau), 12. Hans Erne (Leuggern), 13. Kurt Wyss (Gippingen), 14. Peter Bühlmann (Klingnau).

Info

Datum8.6.2010
QuelleKettenrad.ch/E.B.
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=587

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