Ex-Profi Attilio Magnaguagno ist verstorben

Am Anfang Siege in der Züri-Metzgete und Vier-Kantone-Rundfahrt

Im Alter von 86 Jahren ist am 7. Dezember der frühere Stadtzürcher Rad-Profi Attilio Magnaguagno verstorben. Der in Seebach aufgewachsene und bis zu seinem Tode dort und in Affoltern wohnhafte Attilio gehörte bis kurz vor seinem Tode noch zu den regelmässigen Gästen im Seebacher Restaurant Bürgli, das durch die Montags-Treffen der ehemaligen Radsportler bekannt wurde. Gemäss den zur Verfügung stehenden Aufzeichnungen war Attilio Magnaguagno mindestens in den Jahren 1949 und 1950 als Berufsfahrer aktiv. In diesen beiden Jahren bestritt er auch die Tour de Suisse, die er 1950 auf dem 47. Rang beendete. Im Jahr 1950 fuhr Magnaguagno für die Schweizer Sportgruppe Feru. In diesem Team fuhren auch Walter Diggelmann, Oscar Plattner, Edi Pfister, Hans Sommer, Max Meier und die Algerier Ahmed Kebaili und Abdelkader Zaaf (mit Letzterem bestritt der Autor dieser Zeilen übrigens 1967 die Algerien-Rundfahrt). Die 273 km lange Züri-Metzgete beendete er auf dem 17. Rang. Meldungen zufolge soll er 1950 mit der Schweizer Equipe für den Giro d’Italia vorgesehen sein, doch kurzfristig sei ihm eine Absage erteilt worden. An seiner Stelle fuhr Hugo Koblet den Giro und gewann diesen in überzeugender Manier. Bild links: Attilio Magnaguagno lanciert hier seinen Partner Walter Zehnder, mit dem er 1949 inmitten der Stars auf den 5. Rang fuhr. Bild rechts: Attilio Magnaguagno stösst hier seinen Standard-Partner Hans Hutmacher, mit dem er u.a. 1950 vor vielen ausländischen Spezialisten in Oerlikon Vierter wurde, und mit dem er in Deutschland Sechstagerennnen fuhr. (Beides Archiv-Fotos copyright by Ernst Bretscher) Von Magnaguagno stechen in seinen beiden Profijahren fünf gute Resultate an Schweizer Kriterien heraus. 1949 fuhr er in Baden nach 105 km auf den 5. Rang (Sieger Ernst Stettler), beim 106 km langen Mythenquai-Kriterium von Zürich auf den 6. Rang (Sieger Jean Brun) und beim international hervorragend besetzten Europa-Kriterium von Basel nach 104 km auf den 16. Rang (Sieger Gerrit Schulte). Im Jahr 1950 fuhr Magnaguagno am 90 km-Kriterium von Olten sogar aufs Podest, als Dritter hinter Hans Sommer und dem Belgier Marcel Hendrickx. Am Kriterium von Niederlenz (Sieger Jean Brun) wurde Attilio 17. 1950 fuhr Magnaguagno auf der Strasse in der damals grossen Schweizer Sportgruppe GS Feru. Das Team zeigt von links Meier, Zaaf, Kebaili, Malgaroli (Pfleger), Magnaguagno, Sommer, Pfister, Plattner, Diggelmann, Teamchef Ruppnig und ein weiterer Betreuer. (Archiv-Foto copyright by Ernst Bretscher) Bekannter und erfolgreicher war er jedoch in diesen beiden Jahren als Profi auf der Bahn, vor allem im Zürcher Hallenstadion. So gewann er 1950 im Zürcher Hallenstadion mit Heini Müller die SRV-Américaine-Meisterschaft und bestritt sämtliche grossen 100 km-Américaines. Zwei Wochen vor seinem Uebertritt ins Profilager fuhr er am 2.1.49 mit Ernst Rappold in Oerlikon in einer 30 km-Amateur-Américaine hinter Aeberli/Ruh auf den 2. Rang. Beim Profidebüt am 16.1.49 fuhr er nach 100 km mit Rappold auf Rang elf. Doch bereits 2 Wochen später glänzten Magnaguagno/Rappold als Zweite (1. Blanchet/Zehnder) einer 50 km-Prüfung, vor allen in- und ausländ. Stars. In der nächsten Wintersaison 1949/50 fuhr Magnaguagno in 100 km-Américaine regelmässig auf Spitzenränge, u.a. als 5. mit Walter Zehnder (1. Koblet/Von Büren). Danach glänzte er mit seinem neuen Standardpartner Hans Hutmacher mehrmals, einmal als Vierter (Sieger Koblet/Von Büren) und liess dabei Teams wie Plattner/Roth, Rigoni/Teruzzi und Kübler/Bruylandts hinter sich. Zudem fuhr er im Einzelfahren um das „Blaue Band von Zürich“ am 29.1.50 (Sieger Arie Van Vliet) auf den fünften Rang. Mit Hans Hutmacher fuhr er in Deutschland (u.a. in Münster) auch einige Sechstagerennen, existierte doch damals das Zürcher Sixdays noch nicht. Auf der Berliner Winterbahn holte er sich sogar den Sieg in einem 200-Runden-Einzelfahren und wurde mit Hutmacher Fünfter. Maagnaguagno lanciert seinen ersten Profi-Partner Ernst Rappold, mit dem er im zweiten Profirennen im Januar 1949 als Zweiter den Sieg nur knapp verpasste. (Archiv-Foto copyright by Ernst Bretscher) Bevor Attilio Magnaguagno zu den Profis übertrat feierte er auch etliche Siege auf der Strasse. Der beim Racing-Club Seebach Lizenzierte hatte 1941 als noch nicht 18-Jähriger ein Superjahr, siegte er doch als Junior in den beiden grössten Zürcher Rennen, der Meisterschaft von Zürich und der Vier-Kantone-Rundfahrt. Diese Vier-Kantone-Rundfahrt gewann er ein Jahr später erneut, diesmal bei den Amateuren, zudem triumphierte er auch an der Zuger-Rundfahrt. 1946 holte er sich mit dem Sieg in der Nordwestschweizer-Rundfahrt einen weiteren Erfolg in einer grossen Schweizer Classique. 1947 gewann er das Rundstreckenrennen von Balsthal. Magnaguagno zu Beginn seiner Velokarriere zusammen mit Werner Schönenberger, Kari Martin und Köbi Moser an einem Mannschaftsfahren auf der Strasse. (Archiv-Foto copyright by Ernst Bretscher) Bericht von Ernst Bretscher

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Datum21.1.2010
QuelleKettenrad.ch
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=448

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