Vierter Abend des Zürcher Sechstagerennen

Risi/Marvulli und Imhof/Dillier setzen nochmals zu

Der Freitagabend wurde zum ersten Höhepunkt des diesjährigen Zürcher Sechstagerennens. Die Ränge und auch der Innenraum waren besetzt wie in den besten Zeiten. Diese tolle Stimmung stachelte die Rennfahrer an. Zur Freude von Publikum und Ehrendamen gewinnen Bruno Risi (links) und Franco Marvulli am Freitagabend die Eröffnungs-Américaine. Bei den Profis vermochten sich die Schweizer Favoriten Bruno Risi/Franco Marvulli zur Freude des Publikums weiter in Szene zu setzen. Nachdem sie bereits die Eröffnungs-Américaine am frühen Freitagabend für sich entschieden hatten, drehten sie im Verlaufe des Abends nochmals auf und holten sich auch in der zweiten Jagd den Sieg. Vor den beiden letzten Tagen liegen der „Uri-Stier“ und der „Züri-Leu“ nun mit einer Runde Vorsprung vor den Deutschen Lampater/Grasmann und zwei Runden vor den Schweizern Marguet/Aeschbach. Alle andern Paare sind vier und mehr Runden zurück. Auch punktemässig sind Risi/Marvulli Spitze: Mit 222 Punkten liegen sie auch hier in Front. Imhof: „Wollen noch mehr“ Noch überlegener als Risi/Marvulli bei den Profis sind die beiden 19jährigen Claudio Imhof und Silvan Dillier im Nachwuchs-Sechstagerennen. Sie gewannen auch am Freitagabend. Seit der vierten Etappe des Nachwuchs-Sechstagerennens vom Vorjahr hat in Zürich niemand anders wie Imhof/Dillier gewonnen. Die beiden harmonierten am Freitagabend ausgezeichnet, fuhren im Vergleich zur dritten Etappe fehlerlos und holten auf die Gegnerschaft gleich zwei weitere Vorsprungrunden heraus. Obwohl sie nun bereits mit vier Runden Vorsprung in Front sind und den Sieg nahezu schon auf sicher haben, wollen sie gemäss Claudio Imhof nicht auf den Lorbeeren ausruhen: „Ein Rennen ist erst am Ziel entschieden. Wir könnten ja stürzen und plötzlich käme noch jemand anders zum Sieg. Gefeiert wird also erst am Sonntag.“ Imhof versprach anstelle der Feier noch ein bisschen mehr Spektakel: „Wir wollen noch weitere Vorsprungsrunden herausfahren.“ Imhof/Dillier möchten nur allzu gerne als dasjenige Team in die Geschichte des seit 1966 ausgetragenen Zürcher Nachwuchs-Sechstagerennens eingehen, das die Prüfung mit den meisten Vorsprungrunden gewonnen hat. Fritz Brühlmann, der legendäre National-Mechaniker, mahnte allerdings die jungen Sechstagejäger: „Risi/Betschart fuhren 1988 und 1990, als sie bei den Amateuren gewannen, auch sehr überlegen. Ich kenne deren herausgefahrenen Vorsprungsrunden jedoch nicht mehr. Zudem war die Bahn früher 250 Meter lang und da war es noch schwerer, eine Runde herauszufahren.“ Die Statistiker haben nun bis am Sonntag noch Zeit zum Rechnen. Kraftvoll startet Bruno Menzi am Freitagabend zum ersten Steherlauf - und prompt gewinnt er dieses Rennen. Menzi als Favoritenschreck Zweimal im Einsatz standen am Freitagabend auch die Steher. Im ersten Steherrennen am frühen Abend entpuppte sich Steher-Neuling Bruno Menzi als Favoritenschreck. Er war zu Beginn und am Schluss des Rennens vorne. Zwischendurch ging es auf der Bahn turbulent zu und her. Menzi hatte die Spitze schnell verloren und Giuseppe Atzeni, Peter Jörg und Mario Birrer kämpften 30 Runden vor Schluss Kopf an Kopf um den Sieg und die beste Position. Dabei übernahmen sich die drei Schweizer offensichtlich. Zuerst verlor Peter Jörg die Rolle, in der Folge waren auch für Atzeni und Birrer die Schrittmacher zu schnell. Offenbar war die „Kohlensäcke“, wie Ex-Steherweltmeister Max Hürzeler die Schrittmacher betitelte, nicht ganz auf der Höhe. Auf jeden Fall dauerte es fast eine Runde, bis die drei Schrittmacher merkten, dass sie keine Fahrer mehr an der Rolle hatten. Dieses Durcheinander nutzten Bruno Menzi und sein Schrittmacher Thomas Bauer so geschickt aus, dass es zu einem Aussenseiter-Sieg und aus Bruno Menzi ein „Menziator“ wurde. Bruno Menzi ging es wie dem Publikum: „Ich verstehe nichts mehr und kann den Sieg nicht fassen.“ Dass er auf den letzten Runden wie eine „Sau litt“ verschaffte ihm bei Max Hürzeler und beim Publikum grossen Respekt. Bericht von Gusti Widmer, Fotos von Neli Widmer

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Datum19.12.2009
QuelleKettenrad.ch/x
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