Zweiter Abend des Zürcher Sechstagerennens

Führungswechsel bei den Profis, Imhof/Dillier unangefochten

Während am zweiten Abend des Zürcher Sechstagerennens beim Nachwuchs die Vorjahressieger Dillier/Imhof die Führung ausbauen konnten, übernahmen bei den Profis die Deutschen Lampater/Grasmann die Führung. Der letztmals in Zürich startende Bruno Risi hatte die beiden Deutschen Leif Lampater und Christian Grasmann von der ausländischen Konkurrenz als gefährlichste Gegner eingestuft. Mit dieser Einschätzung dürfte er richtig liegen: Während die weiteren ausländischen Paare bereits vier und mehr Runden zurückliegen, sind die beiden Deutschen zu den stärksten Gegnern des Schweizer Favoritenduos Risi/Marvulli aufgerückt. Nach dem zweiten Rennabend liegen Lampater/Grasmann mit Rundenvorsprung vor Risi/Marvulli und Aeschbach/Marguet voraus. Die beiden Deutschen vermochten ihren Vorsprung in der zweiten Américaine des Abends herauszufahren. Diese konnte erst nach einem längeren Unterbruch gestartet werden. Beim „Motor-Trottinet-Rennen“ war es zu einem Sturz gekommen. Allerdings musste nicht ein Trotti-Fahrer, sondern die Rennbahn nach diesem Malheur gepflegt werden. Die Bahn war arg in Mitleidenschaft gezogen und musste mit künstlichem Holz präpariert werden. Am frühen Abend vermochten sich Risi/Marvulli gut in Szene zu setzen. Sie gewann zuerst die kürzere, über 100 Runden führende Américaine. Mit einem fulminanten Endspurt setzte sich der von René Aebi geschickt pilotierte Franco Marvulli im Derny-Rennen durch. In der zweiten Hälfte des Abends waren es dann die Deutschen Lampater/Grasmann, die zurückschlugen. Sie unterstrichen damit, dass es für Risi/Marvulli keine Spazierfahrt wird, in Zürich wiederum zum Sieg zu kommen. Imhof/Dillier bauen Führung aus Etwas anders sieht es im Nachwuchs-Sechstagerennen aus. Hier zeichnet sich bereits nach dem zweiten Rennabend eine Wiederholung des Vorjahressieges für Imhof/Dillier ab. Der 19-jährige Thurgauer Claudio Imhof und der ebenfalls 19-jährige Aargauer Silvan Dillier vermochten am zweiten Abend der Konkurrenz eine Runde abzunehmen und auch das zweite Teilstück für sich zu entscheiden. Silvan Dillier hatte nach dem ersten Abend noch von einer kontrollierten Fahrweise gesprochen: „Da die Rennsituation günstig war, nutzten wir natürlich die Gelegenheit, um unseren Vorsprung auszubauen.“ Mit der derzeitigen Fahrweise dürften Imhof/Dillier von der Gegnerschaft nur schwer zu schlagen sein. Erfreulicherweise sind die Schweizer Paare Hugentobler/Thièry und Moser/Traber die stärksten Gegner der Leadermannschaft. Aber sie liegen bereits eine Runde hinter dem Führungsduo, während die Ausländer und die weiteren Schweizer bereits mit zwei und mehr Verlustrunden zu Buche stehen. Die starke Fahrweise von Imhof/Dillier wirft natürlich die Frage auf, ob die Vorjahressieger nicht bei den Profis hätten mitfahren können. „Claudio Imhof und ich sind erst 19 Jahre alt. Da wäre ein Start bei den Profis sicherlich zu früh gekommen. Zudem haben wir beide ein recht anstrengendes Jahr hinter uns. Sowohl Claudio wie auch ich machten im Sommer die Lehrabschluss-Prüfung. Nachher standen wir noch in Australien und Neukaledonien an Bahnrennen im Einsatz. Ein Start bei den Profis wäre zu früh gekommen. Die Intensität ist dort höher und auch die Distanzen sind länger“, begründet Silvan Dillier den Verzicht auf den Start bei den Profis. Silvan Dillier gehört übrigens auch den stärksten Nachwuchsfahrern auf der Strasse, wurde er im Sommer doch Schweizermeister der Kategorie U-23. Dass er da für Sponsoren interessant ist, liegt auf der Hand. Knecht-Eurobus (Windisch) und e-Service (Baden) sind seine persönlichen Sponsoren. Rechtzeitig auf das Zürcher Sechstagerennen hat er auch einen persönlichen Schuh-Sponsor: Die Firma Velok stellt ihm den „Lake“-Rennschuh zur Verfügung. Die Initiative für diesen Schuh ging von Silvan Dillier aus: „Dieser Schuh ist komfortabel zu tragen und ich wollte ihn unbedingt haben. Ich bin begeistert von ihm und bin dem Importeur dankbar, dass er mir diesen aus Australien stammenden Schuh zur Verfügung stellt.“ Bericht von August Widmer PS. Leider ist es gegenwärtig nicht möglich, die zahlreichen von August Widmer gemachten zu publizieren, da gegenwärtig das Programm hiezu nicht funktioniert.

Info

Datum17.12.2009
QuelleKettenrad.ch/xy
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=411

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