In 72 Stunden per MTB durch und über die Schweiz

Pressemeldung

Start in Scuol pünktlich um 10 Uhr Die beiden Mountain-Biker Christoph Gyr und Patrick Matter sind am Samstag um 10 Uhr wie geplant auf die 72-Stunden-Tour durch die Schweiz aufgebrochen. Die nervöse Anspannung in den letzten Stunden vor dem Start ist mit der Abfahrt dem Optimismus gewichen, das Ziel am Dienstag in der Früh in Aigle wie geplant zu erreichen. Die beiden Mountain-Biker fahren in acht Etappen nach Aigle, zwischen den einzelnen Etappen sind Pausen zwischen ein und drei Stunden geplant. Begleitet werden die beiden Schweizer von einem insgesamt 15-köpfigen Team, das für einen reibungslosen Ablauf sorgen wird. Vom Leistungspotential her wollen Gyr und Matter ihre physischen Möglichkeiten bis zu 80 Prozent ausschöpfen, ein Puls von 150 soll nicht überschritten werden. Erste Etappe gut überstanden Teil eins der knapp 600 Kilometer liegt hinter den beiden Schweizer Mountain-Bikern Christoph Gyr und Patrick Matter. Fast genau um 18 Uhr erreichten die beiden den ersten Etappenort S-Chanf bei St. Moritz. Die beiden sind damit rund eine halbe Stunde vor der geplanten Zeit eingetroffen, obwohl auf dem allerletzten Stück von Livignio nach S-Chanf teilweise heftiger Regen die Athleten beeinträchtigte, zudem haben sich die beiden auf einem Teilstück verfahren und dabei rund eine halbe Stunde an Zeit eingebüßt. Nach dem ersten Teilstück haben beide Sportler mitgeteilt, noch keinerlei Müdigkeit zu verspüren, sie gehen guter Dinge in die nächsten Teilstücke über den Julierpass bis nach Thusis, wo gegen 2 Uhr in der Nacht die nächste Erholungspause eingeplant ist. Das Betreuerteam hat sich mittlerweile getrennt: Die erste Gruppe hat die Verpflegung und Erholungsphase in S-Chanf übernommen, die zweite Gruppe ist schon nach Thusis gefahren, um dort den Nachtaufenthalt vorzubereiten. Nach der ersten Etappe scheint die vorherberechnete Zielzeit (Dienstag, ca. 8.30 Uhr) durchaus erreichbar. Bis längstens 10 Uhr wollen Gyr und Matter dort sein. Nach der ersten Etappe besteht ein Zeitpolster von mehr als zwei Stunden. 25 Stunden liegen hinter den Sportlern Das erste Drittel ist geschafft! Christoph Gyr und Patrick Matter haben am Sonntag kurz nach 11 Uhr das dritte Etappenziel erreicht. Nach einer flotten Fahrt über den Julierpass haben Gyr und Matter mehr als zwei Stunden Vorsprung auf den Zeitplan herausgefahren, einen Teil davon in eine verlängerte Pause in Thusis investiert. Auch beim dritten Etappenziel in Lumbrein lagen die beiden rund eineinhalb Stunden vor dem Zeitplan. Die „gewonnene“ Zeit wollen die beiden erneut die Nachtpause verlängern, um dann mehr Zeit für die Regeneration zu haben. „Die Morgenstunden heute waren zäh, ich bin auf dem Fahrrad fast eingeschlafen“, erzählte Christoph Gyr im Etappenziel in Lumbrein. „Aber es geht uns insgesamt sehr gut, ich fahre jetzt permanent mit einem Puls von 140, das ist im grünen Bereich“, ergänzt Patrick Matter. In Lumbrein haben übrigens viele Einwohner die Ankunft der beiden Mountain-Biker erwartet und sie dann mit viel Applaus ins Etappenziel begleitet. Christoph Gyr und Patrick Matter haben bis jetzt körperlich einen sehr guten Eindruck hinterlassen, Beeinträchtigungen durch Schmerzen sind bislang noch nicht aufgetreten. Auch die Begleitmannschaft ist am zweiten Tag weiterhin guter Dinge, obwohl viele nur wenige Stunden geschlafen haben. Aber die Motivation im Team ist hoch, bis dato klappt alles reibungslos, Pannen sind ausgeblieben. Halbzeit in Andermatt Christoph Gyr und Patrick Matter haben die halbe Strecke zwischen Scuol und Aigle hinter sich. Die beiden Mountain-Biker sind um 18.30 Uhr in Andermatt angekommen, haben auf der vierten Etappe eine sensationelle Fahrt hinter sich gebracht. Insgesamt liegen die beiden jetzt drei Stunden vor dem Zeitplan, zwei davon werden in die Ruhepausen in Andermatt und in Meiringen einfließen, um für die schwere Etappe am Montagvormittag gut gerüstet zu sein. Körperlich fühlen sich beide Sportler nach wie vor in guter Form, der eine oder andere Schmerz ist aber mittlerweile zu spüren, wie die beiden nach der Ankunft in Andermatt wissen ließen. Die erreichte Halbdistanz ist natürlich jetzt zusätzliche Motivation für die Sportler und das Team. Die großartige Leistung trotz eines Defektes bei der Abfahrt in Lumbrein am Rad von Patrick Matter, der rund 15 Minuten Zeitverlust bedeutete, hat die Laune bei den teilweise schon müde wirkenden Betreuern wieder deutlich verbessert. Gyr und Matter messen der jetzt folgenden Nacht große Bedeutung zu, davon und vom Montagvormittag wird das Gelingen des Vorhabens ganz entscheidend abhängen. „Lange Etappen“ nach Wilderswil Christoph Gyr und Patrick Matter haben am Montagmittag kurz vor 13 Uhr den Etappenort Wilderswil erreicht. Nach der nächtlichen Fahrt über den Sustenpass (2245 m) haben die beiden noch einmal kurz in Meiringen pausiert, ehe sie die schweren Anstiege über die Große und Kleine Scheidegg in Angriff genommen haben. Die schweren Steigungen haben Spuren bei den beiden Athleten hinterlassen. Gyr und Matter mussten mehrfach kurze Pausen einlegen und sich in Lokalen auf der Alpine Bikeroute eins stärken. Kurz nach Mittag trafen die beiden ziemlich erschöpft in Wilderswil ein. „Wir sind jetzt schrecklich müde“, meinte Christoph Gyr nach nunmehr 51 Stunden auf der Tour. Das Team hat mittlerweile beschlossen, aus Sicherheitsgründen einen dritten Mountainbiker auf die letzten 160 km der Tour mitzuschicken. 450 km und 15.000 Höhenmeter liegen hinter den beiden. Weiterhin sehr ruhig und gelassen verhält sich das Betreuerteam, das die Sportler großartig unterstützt. Alle Beteiligten sind zuversichtlich, am Dienstagmorgen das Ziel in Aigle gegen 8.30 Uhr zu erreichen, neben den 90 Minuten „Zeitpuffer“ auf die 72 Stunden haben die beiden in Wilderswil zusätzlich 40 Minuten Vorsprung auf den Zeitplan. „Alles Roger“ vor der letzten Nacht Christoph Gyr und Patrick Matter haben am Montag kurz vor 18 Uhr den nächsten Etappenort Adelboden erreicht. Nach einer guten Fahrt wirken die beiden wieder erholt, stellen jetzt Überlegungen an, wie sie die letzten beiden Etappen angehen werden. Patrick Matter sprach davon, bis auf den Cole de Mosses zu fahren, dort zu pausieren und in den frühen Morgenstunden die Abfahrt bis nach Aigle zu genießen. Mittlerweile zweifelt niemand mehr am Gelingen des Projekts, bei den Sportlern und beim Betreuerteam ist schon so etwas wie die Zieleuphorie zu spüren. Ein Phänomen, das bei Langstreckenrennen immer wieder auftritt. Die Zielankunft ist nach wie vor gegen 8.30 Uhr geplant. Gyr und Matter um drei Stunden „zu früh“ in Aigle Christoph Gyr und Patrick Matter sind nach fast drei Tagen am Dienstag um 5:25 Uhr in Aigle eingetroffen und haben das Ziel damit um drei Stunden vor der geplanten Ankunftszeit nach insgesamt 67,5 Stunden erreicht. Gyr und Matter haben in dieser Zeit 601 km und knapp 20.000 Höhenmeter zurück gelegt. Gegen Ende der Tour befanden sich die Sportler in einem psychischen Hoch, mit dem Ziel vor Augen haben Müdigkeit und Schmerzen kaum noch eine Rolle gespielt. Groß war dann der Jubel bei der Ankunft am Bahnhof in Aigle, bei den Sportlern und beim Begleiterteam fiel die Anspannung ab, neben dem Jubel war da und dort auch eine versteckte Freudenträne zu entdecken. „Ich fühle eine große Erleichterung, Zufriedenheit und vor allem auch Stolz, die Tour geschafft zu haben“, erzählte Christoph Gyr nach der Ankunft im Ziel in Aigle. Patrick Matter stimmte dem zu, „jetzt spüre ich aber alle Körperteile einzeln, das war während der Fahrt nicht so schlimm!“ Gyr und Matter sowie das gesamte Team sind schon auf dem Weg nach Hause, in den nächsten Tagen steht ausschließlich Regeneration auf dem Programm, ehe beide wieder in ihren normalen Berufsalltag einsteigen werden.

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Datum3.10.2009
QuelleKettenrad.ch/x
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=354

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