Velogeschäfte leiden unter Personalflucht

Jeder zweite ausgebildete Mechaniker verlässt seinen Beruf

Trotz steigender Arbeitslosenzahlen und Wirtschaftskrise: Den Velogeschäften mangelt es an qualifiziertem Personal. Zwar schliessen in diesem Jahr 110 Lehrlinge die Ausbil-dung zum Fahrrad- oder Kleinmotorradmechaniker ab, doch viele von ihnen verlassen den erlernten Beruf rasch. Tiefe Löhne, lange Arbeitstage und wenig verlockende Be-rufsperspektiven sind die wichtigsten Gründe dafür. Das Schweizer Fahrradbranchenmagazin «Ride Business» hat unter den Lehrabgän-gern der Berufe Fahrrad- und Kleinmotorradmechaniker eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Demnach schätzt eine Mehrheit der Lehrlinge ihre Ausbildung und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gut ein, doch in erlernten Beruf wollen sie nicht bleiben. Beinahe ein Viertel der ausgebildeten Fachkräfte verlässt unmittelbar nach dem Lehrab-schluss den erlernten Beruf. Längerfristig wollen sogar 41.8 Prozent in einem anderen Beruf arbeiten. Berücksichtigt man, dass ein Viertel der Lehrabgänger noch keine kon-kreten Pläne für die längerfristige berufliche Zukunft haben und von ihnen ebenfalls eini-ge nicht im erlernten Beruf bleiben werden, verlassen mindestens 50 Prozent aller aus-gebildeten Fachkräfte ihre Branche. Drei wichtige Gründe bewegen die Berufsleute hauptsächlich zum Jobwechsel. In der Umfrage gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass tiefe Löhne sie aus dem er-lernten Beruf vertreiben. Für knapp die Hälfte von ihnen sind lange Arbeitstage in Werk-statt und Verkauf ein Grund zum Jobwechsel und rund ein Drittel will in einem anderen Beruf arbeiten, weil im erlernten die beruflichen Zukunftsperspektiven unbefriedigend sind. Verkaufsschulung fehlt Die Studie folgert, dass sich die Angestelltenflucht in der Velobranche nur stoppen lässt, wenn der Zweiradhandel seinen Angestellten attraktivere Arbeitsbedinungen bieten kann. Um die Verbesserungsmassnahmen umsetzen zu können, brauchen die Veloge-schäfte mehr Einnahmen, zu denen auch die Mechaniker beitragen sollen. In den mei-sten kleingewerblichen Betrieben sind sie Allrounder und helfen auch im Verkauf mit. In der Ausbildung werden die Lehrlinge aber nicht auf den Verkauf vorbereitet, obwohl die meisten Velofachgeschäfte mehrheitlich von den Handelsmargen leben. Eine Verkaufs-schulung als Teil der Ausbildung wird gemäss der Studie auch von den Lehrabgängern gewünscht.

Info

Datum30.6.2009
QuellePM Ride Business
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=273

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