Zum 46. Male Grosse Preis des Kantons Aargau

Deutsche Favoriten, Schweizer Aussenseiter ?

Mit der 46. Austragung des „Grossen Preises des Kantons Aargau für Profis/Elite UCI“ werden die Gippinger Radsporttage morgen Sonntag abgeschlossen. Die Deutschen Fahrer scheinen in der Favoritenrolle zu sein. Die Schweizer haben Aussenseiter-Chancen und die Franzosen könnten die Schiedsrichter und die lachenden Dritten spielen. Die Schweizer Radsportler sind nicht besonders erfolgreich in die Saison 2009 gestartet. Mit einem guten Abschneiden wollen sie morgen Sonntag dies vergessen machen. „Ein Sieg in Gippingen ist für einen Schweizer Profi ein grosser Erfolg“, sagt Martin Elmiger. Der 30jährige Zuger hatte 2003 in Gippingen gewonnen. Nebst den beiden Schweizermeistertiteln von 2001 und 2005 ist dies weiterhin der grösste Siege in der Laufbahn des Zugers. Vor Jahresfrist verpasste Elmiger als Zweiter hinter seinem Mannschaftsgefährten Lloyd Mondory den zweiten Gippinger Erfolg nur knapp. Kommen die Jungen? Martin Elmiger, Lloyd Mondory und John Gadret, der Sieger von 2007, sind die einzigen früheren Gippinger Sieger, die morgen an den Start gehen. Die Schweizer Hoffnungen ruhen neben Elmiger auf Fahrern, die bisher noch nicht zu den Top-Stars gehörten. Ein ausgeglichenes Fahrerfeld in Gippingen bietet ihnen die Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Mit Aurelien Clerc ist im Team „AG2R“ ein schneller Sprinter dabei, der jederzeit für eine Überraschung gut ist. Der Tessiner Rubens Bertogliati hat mit seinem zweiten Platz an der Giro-Etappe von Bologna bewiesen, dass mit ihm weiterhin zu rechnen ist. Im Team „Voralberg-Corratec“ sind mit Elias Schmäh, Andreas Dietziker und Pascal Hungerbühler drei Schweizer dabei. Aufzupassen gilt es auf das unter der Bezeichnung „Schweizer Nationalmannschaft“ fahrende Team. Der das Team anführende Querfahrer Simon Zahner überzeugt auf nationaler Ebene immer mehr auch als Strassenfahrer. Er konnte in Luxemburg die „Flèche du Sud“ gewinnen und fuhr am Pfingstmontag in Ehrendingen nach einem starken Finale auf den zweiten Rang. Ihm ist auch gegen international starke Gegnerschaft eine Überraschung zuzutrauen. Mit Stefan Trafelet fährt der dritte des Pfingstrennens von Ehrendingen ebenso in diesem Team wie der für den VC Gippingen startende Quer-Schweizermeister Christian Heule. Wisler einziger Aargauer Primin Lang steht an der Spitze des Teams „Atlas-Romers“. Die im Aaretal beheimatete Mannschaft möchte sich von der möglichst besten Seite zeigen. Mit Janick Wisler (Kölliken) fährt in diesem Team der einzige Aargauer mit. Die Mannschaft „Hadimec“ hat zwar seit einem Dutzend Jahre den gleichen Sponsor aus dem Aargau, aber im Team selber ist kein Rüebliländer dabei. Michael Baer und Tobias Eggli sind die bekanntesten Schweizer in diesem Team. Starke Deutsche Den Schweizern harrt in Gippingn keine einfache Aufgabe. Aus Deutschland reichen gar eine Vielzahl von Siegesanwärtern nach Gippingen. Unsere nördlichen Nachbarn vermochten in dieser Saison auf internationaler Ebene ganz vorne mitzuhalten. Dies obwohl sich neue und junge Fahrer in den Vordergrund geschoben und die Etablierten abgelöst haben. Der australisch-deutsche Doppelbürger Heinrich Haussler steht an der Spitze des mit einer Schweizer Lizenz fahrendem Teams„Cervélo“. Haussler ist ein guter Sprinter und hat sowohl bei Mailand-San Remo wie auch bei der Flandern-Rundfahrt den zweiten Rang belegt. Er würde dem „GP des Kantons Aargau“ als Sieger gut anstehen. Er kann in Gippingen auf ein starkes Team zählen. Mit dem Norweger Thur Hushovd, dem Dritten des diesjährigen Paris-Roubaix, steckt ein zweiter Siegesanwärter in der Mannschaft. Der Berner Marcel Wyss fährt als einziger Schweizer für „Cervélo“. Mit Linus Gerdemann und Gerald Ciolek kommt die deutsche Mannschaft „Milram“ gleich mit zwei Siegesanwärtern in den Aargau. Gerdemann, der überzeugt davon ist, dass es im Radsport auch ohne Doping geht, hat soeben die Bayern-Rundfahrt gewonnen. Ciolek, der U-23-Weltmeister von 2006, wird als starker Sprinter bei einer Massenankunft ein Wörtchen mitreden. Ziehen die Franzosen Profit? Für eine spannende Ausgangslage ist in Gippingen gesorgt. Die weiteren Teams und Fahrer aus Belgien, Italien, Tschechien, Frankreich und Holland könnten Nutzen aus dem Zweikampf Schweiz-Deutschland ziehen und den Favoriten ein Schnippchen schlagen. Am ehesten ist dem Team „Agritubel“ eine solche Überraschung zuzutrauen. Das vom früheren französischen Meister Christophe Moreau angeführte Team ist zwar an der gleichzeitig wie das Gippinger Rennen rollenden „Dauphiné Rundfahrt“ nicht erwünscht. Dafür fährt die Mannschaft im Juli die Tour de France. Das Team hat für die Tour de France ein Kader von 13 Fahrer gebildet. Alle acht in Gippingen erwartete Fahrer von Agritubel befinden sich in diesem Tour de France-Kader. Bereits dieser Konkurrenz-Kampf innerhalb der Mannschaft dürfte dazu führen, dass es morgen Sonntag in Gippingen auch die Fahrer aus diesem französischen Team zu beachten gilt. Programm Gippinger Radsporttage 2009 Freitag, 5. Juni 16.30 Uhr Schweizermeisterschaft Militärradfahrer ab 19 Uhr Hofbräuhaus-Party mit „Benny“ Samstag, 6. Juni 8.30 Uhr Nationales Rennen Elite, Amateure, Junioren (Handicap) 12.30 Uhr Schülerrennen 13.45 Uhr Volksrennen 16 Uhr Prominenten Flyer-Rennen 17.10 Uhr Tandemrennen Sehbehinderte 17.12 Uhr Rennen für Körperbehinderte 17 – 2 Uhr Euro 08 Party mit Direktübertragung und „Benny“ Sonntag, 7. Juni 8 Uhr Einzelzeitfahren Behinderten-Radsportler 10.20 Uhr Fahrerpräsentation 11.15 Uhr Start 46. Grosser Preis des Kantons Aargau 11.45 Uhr Piccolo-Rennen 16.00 Uhr ca. Ankunft GP

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Datum5.6.2009
QuelleBericht: August Widmer
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=258

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