Schnelles Pfingstrennen in Ehrendingen

Mit Nico Keinath erstmals ein ausländischer Sieger

Mit einem beherzten Angriff in der letzten von 18 Runden holte sich der Deutsche Nico Keinath als erster Ausländer den Sieg am Pfingstrennen von Ehrendingen. Da die Elite-Fahrer ihr Handicap von drei Runden bereits nach etwas mehr als einem Renndrittel wettmachten, war das diesjährige Rennen das zweitschnellste in der mittlerweile drei Jahrzehnte alten Geschichte dieser Prüfung. Keinath griff aus einem Feld von 40 Fahrern an, als es zum 18. Male über die Kante hinunter nach Freienwil ging. Zuerst noch unterstützt durch Alex Meerhorst, seinen Mannschaftskollegen aus Neuseeland, der wie Keinath für das aargauisch-italenische Team „Hadimec“ von Dani Hirs (Neuenhof) führt, dann alleine, vermochte Keinath die herausgefahrenen Meter Vorsprung über die 7 Schluss-Kilometer bis ins Ziel retten. „Ich fühlte mich gut und wollte eigentlich schon früher angreifen. Offenbar hatte ich jedoch den richtigen Moment erwischt. Sonst wäre ich wohl kaum durchgekommen“, freute sich der 22-jährige Deutsche aus Tübingen. Nach diesem Erfolg, dem erst zweiten für das Team „Hadimec“ in dieser Saison hätte Dani Hirs den jungen Deutschen nun allzu gerne mit nach Gippingen genommen. „Am nächsten Wochenende fahre ich jedoch mit der Deutschen U-23-Nationalmannschaft in Kanada ein Etappenrennen. Da kann ich nicht in Gippingen fahren“, musste der Sieger von Ehrendingen seinem Mannschaftsleiter die Bitte nach einem erneuten Start auf Aargauer Strassen abschlagen. Hinter Keinath war es vor allem Simon Zahner, der alles daran setzte, um doch noch ganz nach vorne zu kommen. „Beim Angriff von Keinath zögerte ich einen Moment. Hätte ich sofort reagiert, wäre wohl das ganze Feld wieder nach vorne gefahren. Als ich und mein Team reagierte, war es jedoch schon zu spät. Ich kam auf den letzten Metern nicht mehr heran“, zeigte sich der auf der Strasse immer stärker fahrende Querfahrer mit dem Rennausgang nicht ganz zufrieden. Nur allzu gerne hätte er das Rennen von Ehrendingen gewonnen. Er war bereits vor drei Jahren, als die Prüfung erstmals als Handicaprennen mit den Amateuren und den Elite-Fahrern ausgetragen wurde, Zweiter geworden. Der Zürcher Oberländer Stefan Trafelet schnappte noch vor dem Neuseeländer Meerhorst und dem Berner Joel Frey, der vor vier Jahren in Ehrendingen gewonnen hatte, den letzten Podestplatz. Im fulminant gefahrenen Endspurt gerieten die Aargauer, die mit Peter Erdin (Gansingen) und Ruedi Keller (Gippingen) lange in einer Fluchtgruppe vertreten waren, etwas unter die Räder. Lukas Kalt und Silvan Dillier kam als Beste der Einheimischen auf die Ränge 14. und 15. Dafür hielten sich die Anfänger schadlos. Mit Reto Stäuble und Jan Hofer landeten gleich zwei Nachwuchsfahrer des RV Sulz auf dem Podest. Stäuble holte sich erstmals den Sieg. Ergebnisse Pfingstrennen Ehrendingen: Elite, Amateure, Masters (Handicap): 1. Nico Keinath (De) Christian Schneeberger (Aarwangen) 126 km in 2:48:12 (44,946 km/h), 2. Simon Zahner (Bubikon),3. Stefan Trafelet (Gossau ZH), 4. Alex Meerhorst (Neus), 5. Joel Frey (Bützberg), 6. Tobias Eggli (Winterthur), 7. Guillaume Dessibourg (Aubonne), 8. Marcel Aregger (Aegeri/1. U-23), 9. Sven Schelling (Steinerberg), 10. Roger Devitorri (Emmenbrücke), 11. Giovanni Pizzuto (Bern/1. Masters). 140 gestartet, 75 klassiert. Anfänger: 1. Reto Stäuble (Sulz) 49 km in 1:17:20 (38,012 km/h), 2. Marc Obrist (Fischingen) 3. Jan Hofer (Stilli), 4. Severin Kaspar (Elgg), 5. Roland Thalmann (Pfaffnau). 25 gestartet, 23 klassiert.

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Datum2.6.2009
QuelleBericht: August Widmer
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=250

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