Durchzogener Saisonstart mit Perspektiven

Das BMC Racing Team steht vor der Premiere beim Klassiker Paris-Roubaix.

Die bisherige Saison verlief für das amerikanisch-schweizerische Profiteam mit Höhen und Tiefen. Bei den ersten Rennen in Qatar und Kalifornien wurden die gesteckten Ziele nicht ganz erreicht. Mit zwei Etappen- und dem Gesamtsieg bei der prestigeträchtigen Redlands Classics sorgte das Continental ProTeam jedoch wieder für ein starkes Lebenszeichen. Jetzt stehen mit Paris-Roubaix und der Tour de Romandie zwei spannende Herausforderungen vor der Tür. Einziger Wehmutstopfen für die laufende Saison: obwohl das BMC Racing Team acht Schweizer Profis inklusive dem amtierenden Schweizermeister Markus Zberg unter Vertrag hat, kann das Team nicht an der Tour de Suisse starten. Tour-Organisator IMG lehnte eine Wildcard aus „Kostengründen“ ab. Kalifornien stand unter schlechtem Stern Als einziges amerikanisch-schweizerisches Continental ProTeam stand natürlich auch in diesem Jahr mit der Tour of California gleich zu Beginn der Saison ein erstes Highlight auf dem Programm. Sportlich galt es das Bergkönigtrikot von Scott Nydam und den Top Ten Platz in der Gesamtwertung von Alex Moos zu verteidigen. Beides wurde leider nicht erreicht. Nydam stürzte zu Beginn der Rundfahrt schwer und musste das Rennen mit gebrochenem Schlüsselbein aufgeben. Alex Moos bemühte sich zwar während der ganzen Woche, doch fand er nie die richtigen Beine. So blieb als einziger Lichtblick die engagierte Fahrweise von Schweizermeister Markus Zberg, der nicht weniger als drei Top Ten Klassierungen einfuhr. Harte Rennen in Europa – Grosser Sieg in USA Auch bei verschiedenen Starts in Europa musste das junge Team des Öfteren Lehrgeld bezahlen. Ob bei den 3 Tagen von Westflandern oder dem prestigeträchtigen Critérium International, bei den Starts in Europa gelang es bis dato noch nicht wie gewünscht Fuss zu fassen. „Die Fahrer waren allesamt sehr gut und professionell vorbereitet, doch manchmal lag es an der Tagesform oder an der starken Konkurrenz. Und wie es so ist, wenn es sportlich nicht ganz optimal läuft, dann kommt im dümmsten Moment auch noch Pech mit dem Material hinzu“. So die realistische und sachliche Einschätzung von Directeur Sportif John Lelangue. Um so mehr freute sich der Belgier an den Resultaten seiner Fahrer in den Überseerennen. Der 32jährige Jeff Louder (USA) gewann nebst dem dreitägigen San Dimas Stage Race auch eine Etappe und die Gesamtwertung bei der Redlands Classic. „Ich freue mich riesig für Jeff und das Team. Er ist bereits bei der Tour of California durch seine engagierte und kämpferische Fahrweise aufgefallen. Der Etappensieg von Jackson Stewart ist das berühmte Tüpfchen auf dem i. Ich bin überzeugt, dass die Form unserer Fahrer für die weiteren Rennen in Europa wie Paris-Roubaix oder Tour de Romandie stimmt, so Lelangue weiter. Alle wollen BMC – nur die Tour de Suisse nicht Es ist nicht nur aus der Sicht des BMC Racing Team schwer oder gar nicht nachzuvollziehen, warum der Tour de Suisse Veranstalter IMG das amerikanisch-schweizerisch Team nicht an der Schweizer Landesrundfahrt haben will. Vom Status her wäre das Team für sämtliche Rennen zugelassen. Das einzige was es brauchen würde, um an einem ProTour Rennen teilzunehmen ist eine Wildcard seitens des Veranstalters. „Unsere Anfrage bei IMG wurde mit einem knappen Fax und der Begründung, dass es aus Kostengründen nicht gehe, unser Team einzuladen, beantwortet“, sagt John Lelangue. Tatsächlich löst der Entscheid der Tour de Suisse Organisatoren in Fachkreisen Kopfschütteln aus, denn mit Schweizer Meister Markus Zberg, Tour de Suisse Etappensieger Alex Moos und den jungen Danilo Wyss, Steve Bovay, Martin Kohler, Mathias Frank, Florian Stalder und Thomas Frei wäre BMC mit einer kompletten Schweizer Mannschaft an den Start gegangen. Hinter den Kulissen wird gemunkelt, dass der wahre Grund der Absage eine Privatfehde zwischen IMG Direktor Armin Meier und BMC Racing Team Sponsor Andy Rihs sei. Letzterem wurde offensichtlich mitgeteilt, dass er sich einen Startplatz kaufen könne. Dieses unmoralische Angebot soll Rihs vehement abgelehnt haben. Dass man das BMC Racing Team ohne Vorbehalt bei grossen Rennen dabei haben will zeigt die Tatsache, dass dem Team eine Einladung ohne Bedingungen für die „kleine Tour de France“, dem Dauphiné Libéré vorliegt.

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Datum10.4.2009
QuellePressemeldung
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