Bikepacking erobert die Schweiz

Kann man in der gut erschlossenen Schweiz noch echte Veloabenteuer erleben? Man kann, beweist die junge Radsport-Disziplin Bikepacking. Wie das geht, zeigt sich an der Navad1000 Expedition quer durch die Schweiz.

Am Ziel in Montreux.

Dabei bewältigen naturbegeisterte Velofahrer 1000 Kilometer zwischen Romanshorn und Montreux – ohne Helfer, ohne Begleitfahrzeuge und ohne fixe Zwischenziele, dafür mit viel individueller Freiheit und moderner GPS-Navigation.

Nachdem sich Bikepacking in den USA und Neuseeland bereits etabliert hat, entdecken nun auch immer mehr Europäer das individuelle Radsport-Erlebnis für sich. Neben zahlreichen Mehrtagestouren, die mit GPS-Daten alleine abgefahren werden können, entstehen immer mehr Veranstaltungen, bei denen das Bikepacking gemeinsam zelebriert wird. Die Schweiz ist vorne mit dabei: Seit 2015 findet die Langstreckentour Navad1000 zwischen Bodensee und Genfersee statt. Auf einer vorgegebenen Strecke meistern die Teilnehmer exakt 1000 Kilometer und über 31‘000 Höhenmeter. Zielpunkt ist die Statue von Freddy Mercury in Montreux. Damit wird dem verstorbenen Sänger von Queen Ehre dafür erwiesen, dass er mit Songs wie „Bicycle Race“, „Don’t stop me know“ oder „We are the Champions“ den perfekten Soundtrack zur neuen Sportart geliefert hat. Die Route führt quer durch das Mittelland und entlang des Alpennordhangs, vorbei an unzähligen prominenten und weniger bekannten Naturschönheiten der Schweiz. „Wir haben die Tour bewusst so gewählt, dass auch einheimische Fahrer eine neue Sicht auf ihr Land entdecken können“, beschreibt Organisator Willi Felix die Strecke. Er vertreibt die namensgebenden GPS-Geräte des zypriotischen Herstellers Navad und kennt daher die Vorteile der satellitengestützten Navigation, dank der eine Tour wie die Navad1000 überhaupt möglich ist.

Keine Startgebühr, keine festen Etappen
Weil es sich bei Navad1000 nicht um ein Rennen im eigentlichen Sinne mit Zeitmessung und Siegerehrung handelt, fallen auch andere Wettkampfmerkmale weg: So erhebt der Veranstalter keine Startgebühr und er bietet den Teilnehmern getreu dem Bikepacking-Gedanken unterwegs auch keinen Support, mit Ausnahme einer Gepäckwechselstation. Jeder Fahrer teilt sich die Strecke selbst in mehrere kleinere oder grössere Etappen auf, er versorgt sich unterwegs selbst und wählt seine Übernachtungsgelegenheiten nach eigenem Vorlieben und Komfortanspruch aus und er führt die gesamte benötigte Ausrüstung auf dem eigenen Velo mit. Einzige Anforderungen an Teilnehmer sind, dass sie der vorgegebenen Route folgen und dabei ihre aktuelle Position regelmässig via Satelliten-Tracker an ein öffentlich einsehbares Routenportal senden.

2017 geht es weiter
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr haben sich dieses Jahr 35 Backpacker für die Herausforderung angemeldet, darunter auch Frauen und Radtouristen aus anderen europäischen Ländern. Einer von diesen war der Schnellste auf der Strecke: Der Tscheche Martin Vit meisterte die Navad1000 in 5 Tagen, 9 Stunden und 48 Minuten. Er und verschiedene andere Fahrer haben bereits angekündigt, dass sie im kommenden Jahr wieder dabei sein werden. 2017 startet Navad1000 am Samstag, 17. Juni. Infos dazu können ab sofort auf der Website www.navad1000.ch vorbestellt werden. Details zur Tour und Registrierungsmöglichkeiten stehen ab kommendem November bereit.

Bikepacking
Bikepacking gilt als einer der vielversprechendsten Trends im Radsport zugleich als Rückbesinnung zu den Wurzeln des Mountainbikes. Die Idee ist so simpel wie vielseitig: Man fährt auf sich allein gestellt während mehreren Tagen eine Route abseits der asphaltierten Strassen und erlebt dabei die Schönheit der Natur in seinem eigenen Rhythmus. Im Ursprungsland USA gewinnt der neue Outdoor-Sport laufend neue Freunde, weil die sportlichen Mehrtagestouren auf unbefestigten Strassen (im Amerikanischen: Gravel Roads) sowohl Rennradfahrern wie auch Mountainbikern neue Herausforderungen bieten. Die Touren sind lang und abwechslungsreich, weshalb der Kampf gegen die Uhr eine untergeordnete Rolle spielt. Was zählt, ist das individuelle Erlebnis, und dieses hängt von planerischem Geschick und Improvisationstalent genauso ab wie von körperlicher Fitness und fahrtechnischem Können.

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Info

Datum15.8.2016
QuellePM / Urs Rosenbaum
AutorKettenrad.ch
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=1483

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