Downhill-Schweizermeisterschaften in Zermatt

Nick Beer verteidigt seinen Downhill-LandesmeistertitelEmilie Siegenthaler gewinnt erstmals bei den Frauen Die Landesmeisterschaften der Mountainbike-Abfahrer sind wie erwartet ausgegangen.

Bei den Elite triumphierten die beiden Favoriten Nick Beer und Emilie Siegenthaler. Nur auf den weiteren Podestplätzen kam es zu überraschenden Verschiebungen. Mountainbike - Streckendesigner Dominic Gspan erntete viel Lob für den weltcupwürdigen Parcours, den er umweltschonend ins Gelände «gelegt» hatte. Es erstaunte deshalb nicht, dass mit Nick Beer tatsächlich der derzeit stärkste Schweizer Downhiller erneut Meisterehren errang – bereits das zweite Mal in Folge. Schon im Vorlauf war der Berner klar der Schnellste und distanzierte den Newcomer Martin Frei um sagenhafte 20 Sekunden auf eine Fahrzeit von viereinhalb Minuten. Nur ein Hauch langsamer als Frei war Sam Zbinden, der Meister von 2002. Im Titelkampf veränderte sich an dieser Reihenfolge nichts mehr, wohl aber an den Zeitabständen. Der überraschende Frei rückte bis auf 13 Sekunden zum überlegenen Nick Beer auf, der im Vorlauf allerdings schneller unterwegs gewesen war als in der Meisterschaft. Sam Zbinden dagegen konnte keinen Exploit verwirklichen und wurde wie bereits 2007 und 2005 Dritter – diesmal mit 15,8 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Anspruchsvolle Strecke «Die Strecke war fahrtechnisch sehr schwierig, eine der anspruchsvollsten, auch im Vergleich zu den verschiedenen Weltcup-Strecken. Ich war verblüfft, als ich das erste Mal herunterfuhr», sagte Beer anerkennend. Mit jedem Trainingslauf sei es dann jedoch besser gegangen. Nun freue er sich, dass es erneut für den Titelgewinn gereicht habe. «Ich mag rauhe Strecken», resümierte Martin Frei, der erst im zweiten Jahr Downhills bestreitet. Zuvor war der 20-jährige vor allem Fourcross gefahren. «Die Sprünge forderten zu Beginn Überwindung. Danach liefs immer besser», freute sich der Leibstatter, der heuer mit Podestplätzen in den verschiedenen iXS Downhill Cups sein Potenzial angedeutet hatte. Etwas enttäuscht wirkte Sam Zbinden: «Ich verkrampfte mich, brachte keine flüssige Linie zustande», erklärte der Lengnauer, der seine Leistung auf die späte Anreise zurückführte. Vor allem mit den kurzen Gegensteigungen bekundete Zbinden Mühe. Auch Frauensiegerin Emilie Siegenthaler war mit ihrem Titelkampf nicht restlos zufrieden: «Ich bin enttäuscht, dass nur so wenige Fahrerinnen angetreten sind.» Es sei eine krasse Strecke gewesen. «Ich habe versucht, alles auf der Ideallinie zu fahren – also keine Chicken-Lines. Meine Konkurrentinnen dagegen fuhren alles auf sicher. So konnte im Vorlauf nach einem Sturz sogar meinen Lenker richten und gewann immer noch mit 25 Sekunden Vorsprung», sagte die Bielerin. Im Rennen kam sie dann ohne Crash über ins Ziel. Entsprechend gross waren die Rückstände. Pascaline Reusser verlor in ihrem letzten Titelkampf fast eine Minute. Die Drittplatzierte Janine Hürlimann liess sich sogar über vier Minuten mehr Zeit als Siegenthaler. Freude herrschte dafür bei den Junioren vor. Nicolas Gspan revanchierte sich für das verletzungsbedingte Forfait seines Bruders Dominic mit dem Titelgewinn. Und das überlegen: Um mehr als sechs Sekunden distanzierte er Robin Hagen und Andy Kläy. Resultate Elite (2,54 km): 1. Nick Beer (Matten bei Interlaken) 4:29,8 Min. 2. Martin Frei (Leibstadt) 0:13. 3. Samuel Zbinden (Lengnau) 0:15,8. 4. Marcel Beer (Matten bei Interlaken) 0:18,9. 5. Lars Peyer (Mühlethurnen) 0:19,8. 6. Patrick Meyer (Zofingen) 0:20,3. 7. Ludovic May (Vilette) 0:22,4. 8. Thomas Brunner (Bever) 0:23,1. 9. Billy Caroli (Bévilard) 0:24,7. 10. Benny Strasser (De) 0:24,9. Frauen (2,54 km): 1. Emilie Siegenthaler (Biel) 6:02,8. 2. Pascaline Reusser (Aigle) 0:55,8. 3. Janine Hürlimann (Cham) 4:07,6. Junioren (2,54 km): 1. Nicolas Gspan (Freienstein) 4:57,2. 2. Robin Hagen (Zurzach) 0:06,3. 3. Andy Kläy (Courtételle) 0:06,4. Masters (2,54 km): 1. Heinz Hostettler (Rothrist) 5:09,1. 2. Bruno Ryser (Homberg) 0:05,5. 3. Marcel Waldmann (Grenchen) 0:08,9.

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Datum11.10.2008
QuellePressemeldung Martin Platter
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=news&blogID=67

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