Rennbahn Oerlikon: Die Westschweizer Tristan Marguet und Loic Perizzolo dominierten den 16. Renntag

Vier neue Sieger: Bernhard Oberholzer, Dominik Fuchs, Samuel Horstmann und Felix Baur

Die vier Elite-Rennen beim drittletzten Bahnmeeting in Zürich-Oerlikon wurden von den Westschweizern Tristan Marguet (2 Siege) und Loic Perizzolo (1 Sieg) dominiert. In deren Phalanx konnte nur der Thurgauer Bernhard Oberholzer eindringen. Den ersten Westschweizer Doppelsieg gab es im Scratch-Rennen. Nachdem Giuseppe Atzeni nach einer längeren Solofahrt eine halbe Runde vor dem Ziel vom Feld eingeholt wurde, lancierte Marguet seinen Gewaltssprint und siegte zehn Meter vor Perizzolo. Franco Marvulli, der erstmals seit Peking wieder startete, wurde Dritter. „Gesundheitlich bin ich wieder hergestellt, spüre aber noch den Trainingsunterbruch“, gab er zu verstehen. Den zweiten Romands-Doppelsieg gab es im Punktefahren. Lange sah es allerdings nach einem Sieg von Atzeni aus, der nach dem Gewinn von zwei Spurtwertungen das Rennen während der ersten Hälfte der 24 km-Distanz anführte. Dann griff Bernhard Oberholzer an und wurde anfänglich vom später zurückfallenden Michael Müller unterstützt. Doch Marguet, der inzwischen drei Wertungen gewonnen hatte und das Klassement anführte, schloss seine erfolgreiche Jagd nach Oberholzer mit dessen Einholung drei Runden vor Schluss ab. Damit sicherte er sich den Gesamtsieg, zumal er im Endspurt Zweiter hinter Perizzolo wurde, der sich damit den zweiten Gesamtrang sicherte. Für Marguet war es Saisonsieg Nr. 5. Im Ausscheidungsfahren kam dann auch Perizzolo zum Sieg. Er bezwang seinen letzten Gegner Marvulli knapp aber sicher und holte sich damit die vierten Oerliker Siegerblumen in dieser Saison. Marguet fuhr als Dritter erneut unter die Besten. Bernhard Oberholzer (links) feierte seinen ersten Bahnsieg. Claudio Imhof wurde im Europa-Meistertrikot vorgestellt und gewann eines der beiden Juniorenrennen, fuhr aber auch ein Elite-Rennen. (beide Fotos copyright by Ernst Bretscher) Oberholzer gewann das von den Romands nicht bestrittene australische Verfolgungsrennen (genannt Australienne) vor Jan Brunner, dem einzigen nicht eingeholten Gegner von sieben Startenden, der am Schluss noch auf der Bahn war. Für Oberholzer war es nach einer gesundheitlich bedingten Pause der erste Saisonsieg. In den vier Rennen, die es für den Nachwuchs und die Frauen gab, wurden vier verschiedene Sieger erkoren. Claudio Imhof, der für seinen Gewinn des Europameistertitels im Scratch-Rennen im blauen Meistertrikot mit Blumen geehrt wurde, holte sich mit dem Gewinn der Australienne den achten Oerliker Saisonsieg. Erstmals zu Siegerblumen kam Dominik Fuchs, der vor Schweizer Meister Silvan Dillier das Scratch-Rennen gewann. Ebenfalls seinen ersten Bahnsieg errang Samuel Horstmann. Im Punktefahren war er mit Marcel Aregger (2.), dem Züri-Metzgete-Sieger, und Dominik Fuchs (3.) längere Zeit vorausgefahren und hatte sich mit dem Gewinn von drei Wertungen diesen ersten Erfolg gesichert. Im Rennen der Anfänger und Frauen gab es mit dem Elgger Felix Baur ebenfalls einen neuen Saisonsieger. Die fünf in diesen vier Rennen startenden Frauen Andrea Wolfer, Bettina Kuhn, Denise Breu, Bettina Ryser und Iris Knipp hatten wie meistens einen sehr schweren Stand gegen die männlichen Gegner. Als Achtungserfolg konnten Wolfer und Kuhn je einen fünften Rang erzielen. Weil es zu wenige Frauen am Start gibt, werden im Gegensatz zu den Vorjahren, keine eigene Frauenrennen ausgetragen. Drei neue Sieger gab es bei den Nachwuchsrennen. Felix Baur (links) gewann das Ausscheidungsrennen, Samuel Horstmann (rechts) das Punktefahren, und Dominik Fuchs (unten) das Scratch-Rennen (alle drei Fotos copyright by Ernst Bretscher) Das Punktefahren auf Militärvelos, aber nicht in Militär-Uniform, wurde wie vor drei Monaten überlegen von Daniel Markwalder gewonnen. Er wies im mit 39,130 km/h gefahrenen 10 km-Rennen sieben Punkte mehr auf als der Zweite André Straub. Daniel Markwalder (links) siegte im Punktefahren auf Militär-Velos. Bruno Sorlini (rechtes Bild), der früher die Marokko-Rundfahrt bestritt - hier mit Ex-Profi Albert Säger - wurde im Militär-Velos-Rennen 18. und Letzter. Bekanntlich brauchen Sieger aber auch Verlierer. (beide Fotos copyright by Ernst Bretscher) Bei der Durchsicht der Resultatlisten fällt diesmal auf, das zwei Rennen unglaublich schnell gefahren worden sind. Aber bekanntlich nimmt Papier alles an. So soll die 3 km-Elite-Australienne in 3:14 Min. mit einem unglaublichen Stundenmittel von 55,550 km/h gefahren worden sein. Noch schneller wurde die Zeit für das 8 km-Scratch-Rennen der Elitefahrer gestoppt, nämlich in 7:45 Min., was sogar das ultraschnelle Stundenmittel von 61,935 km/h ergibt. Sachen gibt’s.

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Datum11.9.2008
QuelleKettenrad.ch / Ernst Bretscher
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=news&blogID=24

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