Weltcup-Hauptprobe im Tessin

Angeführt von Doppel-Olympiasieger Julien Absalon vom BMC Racing Team und der dreifachen Olympia-Medaillengewinnerin Sabine Spitz erlebt Tesserete zum zweiten Lauf des BMC Racing Cup am 5. und 6. April ein interessantes Feld.

Auch für die Schweizer Mathias Flückiger und Jolanda Neff ist der Event nahe Lugano eine letzter Test vor dem Weltcup-Auftakt in Südafrika.

„Für mich ist das ein sehr wichtiges Rennen, ein sehr entscheidendes Rennen sogar“, sagt Stöckli-Fahrer Mathias Flückiger. Sieben Tage vor dem ersten Weltcup der Saison sei es für ihn wichtig, „in den Rennrhythmus“ zu kommen. Das heißt die Abläufe einzuspielen und den Körper mit der Intensität des Wettkampfs zu konfrontieren. Eine Hauptprobe eben. Dass man es in Tesserete, wie am 13. April in Pietermaritzburg mit einem technisch anspruchsvollen Kurs zu tun hat, das kann diesem Testcharakter nur gut tun. „Abgesehen von dem Plattfuß habe ich aus dem BMC Racing Cup in Buchs sehr viel Selbstvertrauen und Motivation mitgenommen“, erklärt der WM-Dritte von 2012. Im Kanton St. Gallen hatte er nach seinem Defekt nur noch Rundenbestzeiten produziert.

Moritz Milatz war da in Buchs aber schon enteilt. Der Deutsche Meister kommt nach seinem Sieg vom Auftakt als Leader des BMC Racing Cups nach Tesserete. Und er hat gute Erinnerungen an den sechs Kilometer langen Kurs im Tessin. 2012 konnte er dort zum ersten Mal ein Rennen der Schweizer Serie gewinnen und 2013 wurde er von Weltmeister Nino Schurter nur um sechs Sekunden geschlagen. „Die Kälte beim Rennen in Buchs hat mich danach ein wenig müde gemacht, aber ich denke bis Sonntag bin ich wieder fit. Die Strecke in Tesserete find ich echt cool. Man muss halt aufpassen, dass man sich vor dem Flug nach Südafrika nicht wegschießt“, meint der 31-Jährige und meint damit sowohl Stürze als auch eine völlige körperliche Erschöpfung.

Ralph Näf hat am vergangenen Sonntag in Italien als Dritter hinter Marco Fontana und Florian Vogel ein gelungenes Comeback nach seiner Muskel-Verletzung gefeiert. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Am Start hatte ich noch nicht dem Punch, aber dann scheint das Training gefruchtet zu haben. In Tesserete will ich mir noch mehr Selbstvertrauen holen“, sagt Näf. Teamkollege Julien Absalon dürfte davon schon genügend haben. Der BMC-Kapitän hat sich mit einem Sieg beim Raider Cap Esterel am vergangenen Wochenende in Stellung gebracht und nimmt den Cup am Sonntag wie Teamkollege Milatz als letzten Baustein in Richtung Weltcup. Was die weitere Konkurrenz angeht, bekommt die BMC-Fraktion im Weltranglisten-Vierten Ondrej Cink (Cze), seine Multivan-Merida Teamkollegen Thomas Litscher und José Hermida. sowie Fabian Giger (Rieden) und dessen niederländischem Teamgefährten Michiel van der Heijden (Giant Pro XC) und dem japanischen Specialized-Fahrer Kohei Yamamoto ambitionierte Gesellschaft.

Bei den Damen ist die Startliste nicht schlechter aufgestellt. Den Karriere-Erfolgen nach ist Sabine Spitz die Nummer eins. Drei Olympia-Medaillen in allen Farben hat sie in Murg-Niederhof, nahe der Schweizer Grenze in ihrer Vitrine, Europameistertitel und auch einen Weltmeistertitel, 2003 in Lugano. „Vor dem Weltcup ist mir die Wettkampfbelastung noch mal wichtig. Ich fühle mich gut und bin gespannt was das wert ist. Die Strecke in Tesserete gefällt mir und sie ist sicher keine schlechte Vorbereitung auf Pietermaritzburg“, so die 42-jährige Deutsche Meisterin, die für Haibike fährt. Jolanda Neff ist gerade halb so alt wie ihre deutsche Konkurrentin, doch die Thalerin schickt sich in diesem Jahr an, nach den Sternen zu greifen. Vier Rennen, vier Siege hat sie verbucht. Abgesehen von zwei Etappen beim Afxentia auf Zypern ist die 21-Jährige 2014 noch ungeschlagen. „Da ist cool und ich hätte nichts dagegen, wenn es so weiter geht. Aber man muss jedes Rennen nehmen wie es kommt und dann genießen“, sagt eine lachende Jolanda Neff. „Im letzten Jahr hatte ich in Tesserete Plattfuß, das sollte nicht wieder passieren“, meint die U23-Weltmeisterin noch.

Kathrin Stirnemann, die vergangenen Sonntag im italienischen Montichiari Dritte wurde, hinter Neff und Weltcup-Gesamtsiegerin Tanja Zakelj (Slo), hat in Tesserete 2012 gewinnen können. Der Kurs liegt der Haibike-Teamkollegin von Sabine Spitz. Neben der Weltranglisten-Neunten darf man auf den Auftritt der zweifachen Weltmeisterin Irina Kalentieva gespannt sein. Die Russin fährt neu für das RusVelo Team und führt dort russische Nachwuchsfahrerinnen an. Mit dem achten Weltcupsieg ihrer Karriere hat sich die 36-Jährige im vergangenen September als Sieganwärterin zurück gemeldet.

Auf der Rechnung haben sollte man auch die Deutsche Adelheid Morath, die im vergangenen Jahr im Weltcup erstmals Top-Ten-Resultate erzielt hat.

Nathalie Schneitter aus Lommiswil treibt nach ihrer Knie-Verletzung vom Februar in Tesserete ihre Rückkehr weiter voran. In Montichiari machte die Colnago-Fahrerin einen ersten Versuch (11.) und im Tessin soll es weiter vorwärts gehen.

Samstag, 05. April 2014
SOFT  (Jg 06-08)                             10:30
CROSS (Jg 04-05)                           11:00
ROCK (Jg 02-03)                             12:30
MEGA (Jg 00-01)                             13:30
HARD (Jg 98-99)                             14:45
FUN HERREN (85-97)                     16:00
FUN MASTERS (75-84)                  16:00
FUN SENIOREN(74+älter)              16:07
FUN FRAUEN (97+älter)                 16:10

Sonntag, 06. April 2014 (C1)
JUNIOREN (96-97)                          09:30
AMATEURE/MASTERS (95+älter)      09:35
ELITE FRAUEN (95+älter)               12:00
JUNIORINNEN (96-97)                   12:05
ELITE HERREN (95+älter)              14:00

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