Premiere beim GP Rüebliland

Erstmals ein Luxemburger, erstmals ein Weltmeister

Mit dem Sieg des am 22. September 18 Jahre alt werdenden Bob Jungels ging der GP Rüebliland zu Ende. Der Sieg dieses Fahrers brachte in der seit über drei Jahrzehnten andauernden Geschichte des wichtigsten Junioren-Etappenrennens der Deutschschweiz gleich mehrere Premieren. Bob Jungels gewann als erster Luxemburger den GP Rüebliland Mit Bob Jungels, der auf Aargaus Strassen bereits vor Jahresfrist auf den zweiten Platz gefahren war, gewann erstmals ein Luxemburger das Rennen. Und mit Jungels gewann auch erstmals ein amtierender Weltmeister die im Rahmen der „Züri-Metzgete“ in Buchs ZH, wenige Kilometer ausserhalb der Grenzen des Aargaus zu Ende gehende Rundfahrt. Und wie vor Jahresfrist der Holländer Oscar Riesebeek war auch Jungels ein Gesamtsieger, der kein Teilstück für sich entschied. Und ein weiterer Parallele zum letztjährigen Rennen: Auch diesmal wurde das Gesamtklassement auf dem letzten Teilstück noch mächtig auf den Kopf gestellt. Die drei Erstplatzierten des Zeitfahrens von Münchwilen AG: Bob Jungels (2.), Lasse Hansen (1.) und Stefan Küng (3.). Mit auf dem Bild der lokale OK-Präsident Martin Troller (rechts) Der Luxemburger Bob Jungels, der im Moment zu den weltbesten Junioren gehört und bereits von Profi-Teams umworben wird, fuhr ein aufmerksames Rennen. Er war auf der ersten Etappe in Schlossrued in der den ersten Tagessieg ausmachenden Spitze dabei und liess sich auf dem zweiten Teilstück bei der zweimaligen Passage des Kaistenberges ebenfalls distanzieren. Am Samstagnachmittag war Jungels im knapp zwölf Kilometern langen Zeitfahren zwischen Sulz und Münchwilen dann in seinem Element. Er zeigte, dass er vor Monatsfrist in Italien nicht zufällig Weltmeister im Zeitfahren bei den Junioren geworden war. Gleichwohl reichte es Jungels, der in dieser Saison bereits Etappenrennen in Deutschland und Spanien für sich entschieden hatte und selbstbewusst den Sieg am GP Rüebliland hinter diese Erfolge stellte, wegen eines Missgeschickes nicht zum Erfolg. „An einer Kreuzung verfuhr ich mich und fuhr 200 Meter in die falsche Richtung. Da verlor ich sicher 15 Sekunden.“ So musste er mit einem Rückstand von drei Sekunden dem Dänen Lasse Hansen, der bereits die Eröffnungsetappe für sich entschieden hatte, den Sieg im Zeitfahren überlassen. Auf dem letzten Teilstück mit den „Züri-Metzgete“-Steigungen Siglistorfer-Belchen und Regensberger kippte Jungels dann den zweifachen Etappensieger Hansen, der nach dem Zeitfahren wie der sichere Gesamtsieger ausgesehen hatte, noch vom Thron. Jungels fand in einer Fünferspitze Unterschlupf. Zusammen mit dem Holländer Oliver war Jungels der einzige der Gesamtersten, der in dieser Spitze dabei war. Oliver lag allerdings 26 Sekunden hinter Jungels zurück und war deshalb für den Luxemburger keine Gefahr. Da diese Fünferspitze bis ins Ziel durchhielt und der Konkurrenz eine halbe Minute und mehr abzunehmen vermochte, war der Gesamtsieg dem mit einer grossartigen Rennübersicht auffallenden Luxemburger nicht mehr zu nehmen. Fabian Lienhard (rechts) der Sieger der 2. Etappe des GP Rüebliland, mit seinem Vater, dem Ex-Profi Erwin Lienhard Schweizer hielten sich schadlos - Etappensiege durch Fabian Lienhard und Felix Baur Die Schweizer vermochten in der Gesamtwertung zwar nicht ganz vorne mitzuhalten. Als bester Eidgenosse kam Landesmeister Gabriel Chavanne auf den fünften Rang. Allerdings lag er bereits mehr als zwei Minuten hinter dem Gesamtsieger zurück. Mit zwei Etappensiegen, am Samstag-Vormittag durch Fabian Lienhard und am Sonntag durch Felix Baur, und dem Sieg in der Mannschaftswertung hielten sich die vom früheren Spitzenfahrer Daniel Gisiger betreuten jungen Schweizer jedoch ausgezeichnet. Der diesjährige GP Rüebliland stand international einmal mehr auf einem hohen Niveau. Dies mussten vor allem die Fahrer aus den Regional- und Kantonal-Mannschaften merken. So kamen vom Team des Veranstalterkantons Aargau nur zwei Fahrer ins Ziel. Der eine von ihnen, Roland Thalmann, ist erst noch beim VC Pfaffnau lizenziert. Felix Baur vom Schweizer Nationalteam gewinnt in Buchs ZH die Schlussetappe des GP Rüebliland Resultate 34. GP Rüebliland: 1. Etappe Schlossrued-Schlossrued: 1. Lasse Hansen (Dä) 98 km in 2:21:38 (41,563 km/h), 2. Mario Vogt (De), 3. Bob Jungels (Lux), 4. Daan Oliver (Hol), alle gl. Zeit. 5. Gabriel Chavanne (Sz) 0:10 zurück, 6. Michael Kadrzynski (Pol) 2:08, 7. Rasmus Lund (Dä), 2:47, 8. Luca Chirico (It) 2:51, 9. Kenneth van Rooy (Belg), 10. Giovanni Maniglia (It), 11. Simon Pallaud (Sz). Ferner: 93. Reto Stäuble (Sulz). 2. Etappe Münchwilen-Münchwilen: 1. Fabian Lienhard (Sz) 72 km in 1:42:32 (42,308 km/h), 2. Rob Leemans (Belg), 3. Simon Bigum (Dä), 4. Loic Vliegen (Belg), 5. Taco van der Hoom (Hol), 6. Vogt (De), 7. Kadrzynski (Pol), 8. van Rooy (Belg), 9. Oliver (Hol), 10. Henrik Steen Haugen (Nor), 11. Felix Baur (Sz). Ferner: 13. Kerim Barthoumi (Sz), 17. Tizian Rausch (Sz), 18. Colin-Chris Stüssi (Sz), 20. Chavanne (Sz), 23. Joel Peter (Sz), 55. Stäuble. 3. Etappe Sulz-Münchwilen (Zeitfahren): 1. Hansen (Dä) 11,8 km in 15:44 (44,992 km/h), 2. Jungels (Lux) 0:03 zurück, 3. Stefan Küng (Sz) 0:13, 4. Rausch (Sz) 0:23, 5. Chavanne (Sz) 0:25, 6. Vogt (De) 0:27, 7. Christiansen (Dä) 0:29, 8. Oliver (Hol) 0:29, 9. Nilsen (Dä) 0:33, 10. Peter (Sz) 0:34 Ferner: 16. Suter (Sz) 0:48, 17. Müller (Sz) 0:48, 36. Lienhard (Sz) 1:19, 45. Stäuble. 4. Etappe Münchwilen-Buchs ZH: 1. Felix Baur (Sz) 110 km in 2:37:47 (41,83 km/h), 2. Oliver, 3. Nico Knab (De), 4. Dries Heylen (Be), 5. Jungels, alle gl. Zeit. 6. Loic Vliegen (Be) 0:34, 7. Luca Chirico (Ita) 1:17, 8. Henrik Haugen (Nor) , 9. Peter (Sz), 1:37, 10. Gael Suter (Sz), 11. Vogt, 12. Chavanne, Ferner: 18. Lienhard, 62. Stäuble. Schlussklassement: 1. Jungels 6:57:40, 2. Oliver 0:22, 3. Vogt 1:56, 4. Hansen 2:11, 5. Chavanne, 2:19, 6. Baur 3:49, 7. Heylen 3:52, 8. Knab 3:55, 9. Vliegen 4:38, 10. Joel Peter (Sz) 4:50, 11. Stefan Küng (Sz) 4:50, 12. Tizian Rausch (Sz) 5:42. Ferner: 15. Gael Suter (Sz) 5:56, 18. Colin-Chris Stüssi (Sz) 6:31, 19. Fabian Lienhard (Sz) 6:32, 21. Lukas Müller (Sz) 6:39, 61. Thalmann, 69. Stäuble. Bericht und Resultate von August Widmer, alle Fotos (copyright) von Neli Widmer

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Datum7.9.2010
QuelleKettenrad.ch/E.B.
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=695

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