14. Bergholzrundfahrt in Wil SG

Endlich Damian Gahlinger

Grosse Freude bei Damian Gahlinger über seinen ersten Sieg (Bild copyright by radsportphoto.net). Die 14. Bergholzrundfahrt der Militärradfahrer in Wil SG endete mit einem Spurterfolg von Damian Gahlinger aus Oberbüren SG, der damit erstmals sein Heimrennen gewinnen konnte. Bei den gleichzeitig ausgetragenen Eisenbahner-Schweizermeisterschaften dominierte die Urner Familie Indergand mit den Siegen von Linda (16) bei den Damen und Reto (17) bei den Herren. Der Wettergott war den Organisatoren um Marcel Föllmi (Uzwil) und Peter Lienhard (Niederuzwil) nicht sehr günstig gestimmt. Nass und kalt präsentierte sich die Witterung am Sonntagmorgen und entsprechend blieben einige Angemeldete dem Start fern. 19 Mitglieder des SVSE (Schweizerischer Sportverband öffentlicher Verkehr) nahmen um 10.15 das Rennen über 12 Runden in Angriff. Drei Minuten später folgten ihnen 26 Militärradfahrer über die gleiche Distanz. Bei den Eisenbahnern gewannen die Jüngsten Das Rennen der Eisenbahner wurde von Beginn schnell gefahren. Trotz mehrerer Attacken blieben aber bis zur letzten Runde 11 Fahrer zusammen. Beim letzten Anstieg zum Freudenberg ergriff der erst 17-jährige Reto Indergand (Erstfeld) die Initiative und kam entscheidend weg. Den Spurt der Verfolger gewann Benjamin Schnyder (Oberwil) vor Micha Friedli. Mit dem fünften Platz musste sich Titelverteidiger Daniel Markwalder (Weinfelden) zufrieden geben. Bei den Damen siegte Retos jüngere Schwester Linda auf ebenso souveräne Weise. Einzig Vater Sepp Indergand, in den 80er Jahren fünfmal Schweizermeister, musste wegen einer Verletzung zuschauen. Am Streckenrand entdeckte man übrigens Kurt Betschart, auch er ein Bähnler und mit Bruno Risi 37-facher Sechstagesieger auf allen Winterbahnen Europas. Ex-Sechstagestar Kurt Betschart (li) gratuliert dem Siegertrio bei den Eisenbahnern (Bild copyright by radsportphoto.net). Jung gegen Alt Beim Militärradrennen wurde gemäss Wunsch der Jury auf eine Startvorgabe der Senioren (über 50 Jahre) verzichtet. Dies führte zu einem etwas anderen Rennverlauf als bei früheren Austragungen. Dennoch blieben bis zum Finale vier Senioren bei den stärksten fünf jüngeren Fahrern dran. In dieser Spitzengruppe waren der Älteste, Ernst Feurer (61, Pfäffikon ZH), und der Jüngste, Ivo Vogt (26, St. Margarethen TG), die aktivsten Fahrer. Trotz diverser Angriffe am Freudenberg konnten sie sich aber nie entscheidend absetzen, so dass nach zwölf Runden der Endspurt entscheiden musste. Diesen entschied Damian Gahlinger (Oberbüren SG) mit einer Radlänge Vorsprung vor Ex-Eliteamateur Peter Kuhn (Oberuzwil) und dem Sieger von 2006 Luciano Biedermann (Lupfig) für sich. Gross war die Freude beim Präsidenten der Sektion Ostschweiz Emil Högger (Bichwil), dessen Fahrer mit den Rängen 1 (Gahlinger), 2 (Kuhn), 4 (Vogt) und 5 (Adrian Schläpfer, Rickenbach TG) gross auftrumpften. Disziplinlose Automobilisten Für Diskussionsstoff unter Fahrern und Funktionären sorgte nach Rennende der unerwünschte Verkehr auf der Rennstrecke. Trotz dem Einsatz vieler freiwilliger Helfer, Verkehrskadetten und Polizei ‚schafften’ es immer wieder Automobilisten, sich im ungünstigsten Moment auf die Rennstrecke zu schmuggeln und die Rennfahrer zu gefährden. Kurz vor Rennende musste gar die Ambulanz ausrücken, als eine Autofahrerin sich den Anweisungen eines Verkehrskadetten widersetzte und genau in dem Moment von einer Einmündung losbrauste, als die beiden Berner Eisenbahner Christian Schmid und Christian Steiner vorbeifuhren. Diese wurden vom Fahrzeug seitlich erfasst, stürzten schwer und mussten zur Untersuchung ins Spital gebracht werden. Glücklicherweise erwiesen sich die erlittenen Verletzungen als nicht gravierend. Es bleibt die Frage, warum immer weniger Autofahrer an einem Sonntagmorgen zwei oder drei Minuten ihrer wertvollen Zeit opfern und damit Rennfahrer ihren Sport gefahrlos ausüben können. Bild links: Ungleicher Zweikampf am Berg zwischen Militärradfahrer Andreas Steger und der Rad-Amazone Claudia Horn (Bild copyright by radsportphoto.net). Bild rechts: Stolzer neuer Ostschweizer Meister: Damian Gahlinger aus Oberbüren (Bild pd) Ranglisten: Kat. Militär (Ostschweizer-Meisterschaft): 1. Damian Gahlinger (Oberbüren SG, Ostschweizer Meister), 69 km in 2h 0' 27" (34,366 km/h). 2. Peter Kuhn (Oberuzwil). 3. Luciano Biedermann (Lupfig). 4. Ivo Vogt (St. Margarethen TG, Sieger Bergpreis). 5. Adrian Schläpfer (Rickenbach TG). 6. Ernst Feurer (Pfäffikon ZH), alle gl. Zeit. 7. Andreas Steger (Niederrohrdorf), 24“ zur. 8. Hanspeter Heierli (Märstetten). gl. Zeit. 9. Patrick Buschor (Hittnau). 54“ zur. 10. Ernst Bosshard (St. Margarethen TG), 9’57” zur. 11. Werner Albrecht (Bülach), gl. Zeit. 1 Runde zurück: 12. André Hunn (Egliswil). 13. Marcel Müller (Dottikon). 14. Kurt Bäni (Aarau). 15. Marcel Siegenthaler (Sirnach). 16. Walter Häusermann (Egliswil). 17. Peter Müller (Oberweningen). 18. Ernst Schönenberger (Balterswil). 19. Albert Zimmermann (Weisslingen). 20. Willi Schmid (Oerlikon). 21. Sepp Schibli (Fislisbach). 22. Pius Zimmermann (Fislisbach). 23. Paul Mettler (Gossau SG). 24. René Scherer (Fislisbach). 25. Albert Bachmann (Wetzikon). 26. Cyril Andermatten (Basel). Kat. Eisenbahner (Schweizermeisterschaft SVSE): 1. Reto Indergand (Erstfeld), 69 km in 1h 42’ 11“ (40,515 km/h). 2. Benjamin Schnyder (Oberwil BL), 5“ zur. 3. Micha Friedli, 7“ zur. 4. Nadir Bariffi. 5. Daniel Markwalder (Weinfelden). 6. Fabian Krienbühl (Basel). alle gl. Zeit. 7. Peter Büchler (1. Kat. II), 16“ zur. 8. Marcel Koller. 46“ zur. 9. Werner Diggelmann, gl. Zeit. 10. Thomas Streule (Niederuzwil), 52“ zur. 11. Thomas Kaiser (Basel), gl. Zeit. 12. Simon Kaiser, 6’21“ zur. 13. Fridolin Fleischmann. gl. Zeit. 1 Runde zurück: 14. Linda Indergand (Erstfeld, 1. Kat. Damen). 15. Claudia Horn. 16. Emilie Lienhard (Niederuzwil). 17. Helga Kallfass. Bericht von Peter Kuhn

Info

Datum17.9.2008
QuelleKettenrad.ch / E. Bre.
Direkthttp://www.kettenrad.ch/index.php?t=news&tt=archiv-_-suche&blogID=41

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